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Sonntag, 1. Juni 2014, 17:34

Trike oder Dreiachs-UL?

Hallo zusammen!

Ich bin noch relativ neu hier im Forum und muss mich erstmal noch ein wenig durch die älteren Beiträge wühlen, daher hoffe ich, meine Fragerei gleich zu Beginn geht euch nicht auf die Nerven :whistling:

Aktuell bin ich noch "Fußgänger", würde aber gern in nächster Zeit in das schöne Hobby "Fliegen" einsteigen - nur bin ich mir noch nicht zu 100% sicher, was es denn werden soll. Konkret schwanke ich zwischen Trike und Dreichachser-UL, wobei die Tendenz schon irgendwie in Richtung Trike geht.

Gibt es hier vielleicht jemanden, der seinerzeit vor der gleichen Entscheidung stand bzw. generell vor der Entscheidung, ob Dreiachser oder gewichtskraftgesteuertes UL? Mich würde besonders interessieren, warum ihr euch letztendlich für das eine oder eben das andere entschieden habt.

Außerdem wäre ich für ein paar Erfahrungsberichte insbesondere von Trike-Piloten dankbar - UL-Piloten hab ich einige im Bekanntenkreis, die ich löchern kann, kenne aber niemanden näher, der Trike fliegt... Wir haben allerdings nen kleinen UL-Flugplatz quasi "vor der Tür" (müsste so 20 km weg sein), der u. a. auch Rundflüge mit und die Ausbildung auf Trikes anbietet, da werd ich demnächst auf jeden Fall auch mal vorbeifahren und ein bisschen reinschnuppern.

Trotzdem wäre es nett, wenn hier vielleicht jemand ein bisschen berichten mag :)

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Dienstag, 3. Juni 2014, 13:49

Moin

Ja, die Entscheidung will gut überlegt sein, handelt es sich doch um gänzlich unterschiedliche Flugerlebnisse.
Ich habe mich für das Trikefliegen entschieden, nachdem ich sowohl auf 3-Achs als auch auf Trike einige Stunden zum Ausprobieren hatte.

Meine Gründe (und nur meine :-)) )

Ich mag lieber in der freien Luft sitzen als in einer engen geschlossenen Kabine
Da ich vom Drachenfliegen komme, ist mir die gewichtskraftabhängige Steuerung vertrauter
Trike fliegen kann!! vom Aufwand und von den Kosten her deutlich einfacher sein.

Im Verein haben wir ein Doppelsitzertrike mit all den Vor- und Nachteilen:

man kann zu zweit fliegen
der Benzinverbrauch hält sich in Grenzen
die Technik und der Check sind überschaubar und man kommt an alle Teile gut heran

Das Trike ist immer aufgebaut und muss hangariert werden
Medical und regelmäßige Überprüfung sind Pflicht
die 3-Achs - Ul's lassen sich in Turbulenzen deutlich kraftsparender fliegen, dass ist im Trike dann richtig "Arbeit"

Ich selbst habe mich für ein Trike der 120 kg Klasse entschieden.Vorteile:

steht bei mir zusammengelegt in der Garage
Ist incl. Drachen in weniger als 30 Minuten aufgebaut und startklar
kann ich in meinem Auto (Dachträger für den Drachen vorausgesetzt) überall mit hinnehmen
Start und Landestrecke kleiner 50 Meter
Bei guter Termik kann ich den Motor ausstellen und auch ohne fliegen
Meine Urlaube in D,A und I plane ich danach, dass ein Ul-Platz in der Nähe ist ^^ . Trike ins Auto, Drachen aufs Dach, am Tag mit meiner Frau wandern und wenn die Bedingungen passen, auch noch Trike fliegen, herrlich, so habe ich mir das gewünscht.

Nachteil dieser Fliegerei: ich kann nur maximal 3 Stunden am Stück fliegen, dann muss ich nachtanken
Es ist keine Reisemaschine, sondern eher eine Spaßfliegerei, nach 150km macht dann das Landen auch wieder Spaß

Die 3-Achs Piloten bei uns am Flugplatz haben andere Prioritäten, wie gesagt es ist eine andere Art der Fliegerei, beides hat seine Berechtigung und es macht auch immer wieder Spaß, im anderen Lager mitzufliegen. Die 3-Achser gehen dann ins Trike und wundern sich, dass bei 100km die Backen fast hinter den Ohren hängen :) und ich bin immer wieder beeindruckt wenn es heißt : komm wir fliegen mal eben nach xyz, was dann mal so eben eine Distanz von 250 - 300 km überbrückt.

Meine Empfehlung: schnapp dir einen guten Trike- und einen guten 3-Achs-Lehrer, investiere das Geld für 2-4 Flugstunden pro Gerät, auch unter unterschiedlichen Bedingungen, dann weißt du bestimmt, was du willst.

lG
Klaus

3

Dienstag, 3. Juni 2014, 21:24

Hallo Klaus,

vielen Dank für deinen ausführlichen Beitrag!

Mit "Trike der 120kg-Klasse" ist ein Trike unter 120 kg Leermasse gemeint, oder? Sorry für meine wahrscheinlich echt blöden Fragen, aber ich bin wirklich noch kompletter Neuling in der Materie und mit den Begrifflichkeiten noch nicht so ganz firm :sorry Daher auch gleich die nächste blöde Frage :whistling: Davon abgesehen, dass man - wenn ich es richtig verstanden habe - für die "leichte" Klasse u. a. kein Medical benötigt: Wo liegen denn hier die Vor- und Nachteile gegenüber der "schwereren" Klasse in Bezug auf´s Fliegen an sich? Leichter/schwerer kontrollierbar? Ich bin ja so vom Körperbau her eher so der Typ "Hänfling" und bringe mal gerade knappe 60 kg auf die Waage und hab auch nicht unbedingt den muskulösesten Oberkörper - nicht lachen, aber krieg ich so ein gewichtskraftgesteuertes Gerät dann überhaupt vernünftig kontrolliert?

Gruß,

Thomas

4

Mittwoch, 4. Juni 2014, 08:28

Hallo Thomas

Also ich bin mit der schweren Klasse mal in sehr turbulenter Luft unterwegs gewesen und das war am Steuerbügel schon richtig Arbeit. Es war allerdings auch extrem bockikg (mittags in der Termik). Hinter mir saß meine Fluglehrerin und meinte nach der Landung: mit zunehmender Erfahrung ersetzt man dann Kraft durch Technik :thumbsup:

Ich fliege zur Zeit dieses Trike:

http://www.sun-air.eu/magic_trike.html

Das kann man wunderbar händeln, bei 60 Kg (wie übrigens Dominik, der Fluglehrer von Sunair auch) ist das kein Problem, du kannst ja einen leichten Drachen drauf machne (Relax 18 oder FoxT), ich musste mich für die etwas "größere" Variante entscheiden wegen 93kg Nacktgewicht ;(
Aber ich finde das Händling ist auch mit 60kg kein Problem, allerding auch nicht vergleichbar mit dem "Joystick" der 3-Achser.

Gruß
Klaus

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