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21

Freitag, 4. Februar 2011, 20:16

Okay S - 32, dann ein anderer Vorschlag:

Ich bin beispielsweise momentan auf dem Gyrotrip, weil die Dinger einfach geil sind und ich sowas auch noch konstruieren wollte.

Da gibt`s ja auch geschlossende Versionen und Du hast dann alles vereint:

Sie sind schnell, brauchen wenig Platz, ebensowenig Start- und Landestrecke und praktisch (gegenüber allen anderen Fluggeräten
bei jeder Wetterlage herrvoragend fliegbar!

Vom Prinzip her kann es Dir ja eigentlich egal sein,was Du für ein Typ fliegst. Aber der Gyro ist sicher und erfüllt auch so ziemlich alle
deine Kriterien.

Hier mal ein gutes Video bei You Tube welches zeigt, was diese Dinger so alles können:


Dieses Video ist einfach eine Wonne, es sich anzuschauen!

gruß Ingo

22

Freitag, 4. Februar 2011, 21:22

Woowh, da ist man ja beim zukucken schon schweißgebadet.
Wie alt ist das Video, oder anders gefragt lebt der Pilot noch?


Aber ist es das was S-32 sucht?
  Always Happy Landings

  Michael Paul


23

Freitag, 4. Februar 2011, 21:31

Das Video kann noch nicht so alt sein, denn die Firma Aviomania gibt es noch nicht so lange!

Im Letzten Flügel - Katalog ist sie noch nicht mit aufgeführt. Der Pilot ist ein alter Pilot, wie man am Ende des Videos sehen kann.
Der weiß genau was er tut und muss schon viele Stunden haben, sonst würde er nicht so fliegen können.

Mensch Michael, Du bist aber anfällig. So schlimm siehst`s doch nur vom Boden aus.

Hier mal ein Video beim Flug, aus dem gleichen Gyro:

Auch schön anzusehen.

Ach ja, und für S - 32 wäre das sicher etwas, wenn man seine Kriterien mit einbezieht! Es gibt ja auch geschlossene mit Heizung!

Gruß Ingo

24

Freitag, 4. Februar 2011, 22:38

Yeah, urpsrünglich sollte es eine AC-10 sein, aber Vollkasko kostet 7500e / Saison (nicht pro Jahr...) in FIN...

25

Freitag, 4. Februar 2011, 23:15

Jaaa, die AC 10 von Arrow - Copter ist ein schnittiges Teil!

Die wird aber auch in der Anschaffung einen schönen Preis haben, könnte ich mir vorstellen.

7.500Eus pro Saison ist heftig und übertrieben dazu find ich. Wie sieht es denn bei anderen Gyros aus?
Ist die Vollkasko dann identisch? Und musst Du in Finnland eine Vollkasko zwingend haben?

Gruß Ingo

26

Freitag, 4. Februar 2011, 23:27

Ac-10

Na dass ist mal ein Gyro der sogar mich überzeugt.

  Always Happy Landings

  Michael Paul


27

Freitag, 4. Februar 2011, 23:37

Wenn da nicht der Preis wäre!

Weiß zwar nicht was er kostet, aber bei dieser schnittigen Verkleidung wird`s bestimmt nicht wenig sein?!

Warum muss man sich sowas teures kaufen? Sag mal S - 32 bist Du rein zufällig Millionär oder hast eine solche Frau?

28

Samstag, 5. Februar 2011, 12:53

Die AC-10 kostet um die 90k plus Märchensteuer, je nach Ausstattung.

Versicherung is für alle Gyros so teuer hier, da - wie üblich in FIN - Quasimonopole und kein richtiger Wettbewerb. Vollkasko ist nicht vorgeschrieben, aber grad, wenn man viel Außenlandungen macht, sicher keine dumme Idee.

Millionär bin ich leider nicht :). Aber ich setze halt meine Prioritäten. Gibt halt nicht jedes Jahr oder alle 2 Jahre einen Niegelnagelneuen Protz-Volvo oder -Audi (soll heißen, mit sämtlichen lt. Liste verfügbaren Extras geliefert) plus 3er BMW für die Frau und Beetle für die Tochter, wie bei den Nachbarn. Da spart man schon was und dank sehr niedriger Immobilien- und Grundstückpreise, ist das Haus schon abbezahlt.

Dann ein glückliches Jahr mit ein, zwei guten Projekten und das Budget steht mit ein wenig Unterstützung der Hausbank.

@ul_bau: Warum sowas teueres? Weils eine komfortable Reisemaschine sein soll und kein Funflieger. Eine Reisemaschine mit der ich auch mal zu einem Geschäftstermin fliegen kann.

29

Samstag, 5. Februar 2011, 13:09

Hallo S - 32,

Grundstückspreise niedrig, vieles Andere teuer, alles Gute ist selten beieinander.
Da hast Du es ja nicht so einfach mit Deiner Wahl des richtigen Fluggerätes.
Wie heist`s so schön: "Wer die Wahl hat, hat die Qual. Wer nicht wählt, wird gequält!"

Ich versteh Dich schon, das Du möglichst nur einmal und richtig inverstieren willst, um ein gutes
Gerät zum Schnellfliegen und Reisen zu haben. Dafür ginge aber der MT 03 auch und ist
wahrscheinlich preiswerter.
Kenn hier auch welche, die zu Geschäftsterminen mit dem MT 03 fliegen.

Mit den Kosten für Vollkasko ist natürlich der Hammer! Da hast Du dann irgendwann mehr Geld ausgeben
müssen, als für`s Fluggerät. Und wenn Du keinerlei Schäden gehabt hast, ärgerst Du Dich dann umso mehr.

Es scheint irgendwie überall das Gleiche zu sein mit den Versicherungen! Ich habe dazu mal einen Satz geprägt:
"Versicherung ist gesetzlich legalisierter Betrug!"

Hat man keine Schäden, streicht sich die jeweilige Versicherung die Kohle ein, und hast Du Schäden dann zahlen
sie selten, weil es dann seltsamerweise fast immer Eigenverschulden ist.

Irgendwie haben wir eine sehr komische Welt und lassen uns das obendrein auch noch gefallen?!

Gruß Ingo

30

Sonntag, 6. Februar 2011, 22:16

Hallo und moin,

ich geb's von vornherein zu, ich bin parteiisch, denn die CT ist nun mal mein Favorit, und erst recht, wenn ich den Zweck von s-32 lese, den der Flieger zu erfüllen hat. @-32: Vergiss die Vne von 330 km/h, denn niemand kann eine Vne als Reisegeschwindigkeit fliegen, sorry, aber das ist Unsinn. Die Vne der Ct liegt auch bei 301 km/h. Der shark dürfte Reise bei 250 km/h liegen, die CT liegt bei 220 bis 230 km/h. Sie kann gute 130 l Sprit in den Flächentanks bunkern (gute 1500 km) und du hast jede Menge Platz in der Kabine, zusätzlich 2 große Gepäckräume. Die CT ist für ein MTOW von 600 kg ausgelegt, aber Vorsicht: per Gesetz darfst du nur max. 472,5 kg wiegen !!! Außerdem musst du die Thermik berücksichtigen: wie fühlt der shark sich bei Thermik an ? Ich schätze, er wird 'ne ganze Ecke härter und bockiger sein als eine CT. Du fliegst VFR, also nur nach Sicht. Ein EFIS mit Horizont sollte man wohl in Finnland haben, wenn plötzlich Dunst und Nebel auftreten. Ein Autopilot darf in ULs nicht verwendet werden ;) . Eine C42 ist ein toller Flieger, aber nicht für diesen Zweck. Sie ist ideal für Schulung, sowie für kurze bis mittlere Stecken. Insgesamt musst du den fliegerischen Spaßfaktor haben wollen, wenn du VFR fiegst. Ansonsten musst du IFR fliegen mit entsprechend hohen Kosten und Aufwand für die Lizenz. Warum machst du eigentlich nicht den deutschen UL-Schein und fliegst mit D-M... - Zulassung. Dazu brauchst du, glaube ich, aber noch einen Wohnsitz in D.

Gruß Jürgen

31

Sonntag, 6. Februar 2011, 22:35

Hallo Jürgen,

warum, es ist doch nicht schlimm wenn Du parteiisch bist!
Wahrscheinlich fliegst Du selbst eine CT?! In meiner Nähe (Eggersdorf bei Müncheberg) werden die CT`s endmontiert und ich
kann den Dingern nichts abgewinnen und finde sie obendrein noch teuer und hässlich.
Aber das liegt ja wie gesagt im Auge des einzelnen Betrachters!

Ich habe nur meine Meinung dazu hier wiedergegeben, da S - 32 fragte!!!

Die Auswahl kann nur er selbst treffen. Also nichts für ungut,

Gruß Ingo

32

Sonntag, 6. Februar 2011, 23:34

Hallo Ingo,

ist alles o.k. von dir. Was Performance betrifft, ist die CT nun mal das Maß der Dinge für mich, denn Performance muss zwangsläufig gepaart sein mit Bezug zur Praxis. Und das finde ich bei der CT stimmig. Jo, ich fliege nach der SW eine LS. Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten, aber die LS ist doch wirklich gelungen :P (bitte nur positiv antworten). Wer danach geht, finde ich, muss einen Tiefdecker fliegen à la Shark oder Pioneer 300. Ohnehin erscheint mir ein VFR-Flieger, egal ob UL oder Ekko, als Autoersatz fragwürdig. Kritisch wird es, wenn das Wetter grenzwertig ist und sich unterwegs verschlechtert. Da muss man hart zu sich selbst sein und nötigenfalls das Auto nehmen, ansonsten kann's gefährlich werden. Ich bin häufiger bei Jens in Eggersdorf. Wenn du mir sagst, auf welchem Flugplatz du zu finden bist, schaue ich gern mal vorbei.

Gruß Jürgen

33

Sonntag, 6. Februar 2011, 23:51

Hallo Jürgen,

nö, über Geschmack lässt sich eben nicht streiten, da ja jeder seinen Eigenen hat und auch behalten soll!!!
Stell Dir mal vor alle hätten den gleichen Geschmack, dann müssten wir Männer alle um die gleiche Frau kämpfen! Wär das nicht schrecklich?

In Bezug auf die Wetterabhängigkeit riet ich deshalb S - 32 ja zum Tragschrauber. Man hat einfach mehr davon, weil die Dinger fast komplett
Wetterunabhängig sind.

Zur Zeit bin ich leider auf gar keinem Flugplatz, weil ich aus gesundheitlichen Gründen die letzten sechs Jahre meine Fliegerei zurückgestellt hatte.
In diesem Jahr muss ich meinen Schein erhalten und mir ein neues Rettungssystem zulegen, und dann kann`s wieder losgehen. Kribbelt ja schon lange.
Ich war zuletzt in Eggersdorf auf dem Platz, mit dem Micropfeil. Jens kenne ich noch vom Segelflug aus Strausberg. Rolf ist ja leider 2009 verunglückt.
Da er für mich ein guter Freund war, war da die Welt für mich auch erstmal zu Ende.
Und Rosi Hempel packt immer meine Rettungen.

Am liebsten würde ich auf gar keinen Platz mehr gehen und nur noch von Wiesen starten. Die Hangarpreise sind ja inzwischen überall recht derb!

Gruß Ingo

34

Montag, 7. Februar 2011, 00:03

@Jürgen:
Plötzlich Nebel und Dunst in Finnland? Woher hast Du das? Ich kenn hier maximal Bodennebel im Herbst...
EFIS ist klar. Es kommt auch definitiv ein FLIR/PNVS rein, da Nachtflug im Sommer hier zulässig ist, außer im Bereich der "absoluten Nacht".

Einen Deutschen Wohnsitz habe ich nicht mehr und ich sehe nicht wirklich den Sinn darin, einen Deutschen Schein zu machen und die Maschine in DEU zuzulassen. Zumal der Aufwand ja recht groß wäre. Ich würde ja kaum die lokale Flugschule in meinem Zeitplan unterkriegen. Für Flugschule in DEU müßte ich ja dann Wochen in Urlaub gehen...

Und warum MUSS ich den fliegerischen Spaßfaktor haben wollen, um VFR zu fliegen? Ich muß doch auch kein Offroad-Freak sein, um Abkürzungen über Sandstraßen zu fahren.

Das Problem bei IFR ist, IFR = PPL = keine Außenlandungen. Und die Kosten, insbesondere die laufenden Kosten, machen das ganze nicht mehr attraktiv als Autoersatz. Wenn ich eh an Plätze gebunden bin, kann ich auch mit Finnair hin- und herhüpfen. Das ist dann billiger.

Bezüglich des Typs, ja die CT habe ich mir angeschaut und ja, sie ist häßlich aber das ist für mich weniger relevant. Grundsätzlich ist sie in der engeren Wahl, aber aktuell würde ich der Shark den Vorzug geben, nicht nur wegen der Geschwindigkeit. Ist ein persönliches Ding, aber ich bevorzuge tandem bzw. inline Konfigurationen beim Cockpit. U.a. wegen der Seitensicht auf der Passagierseite. Ich hab Erfahrungen in Inlines und Side-by-Side und Inlines "fühlen sich besser an" für mich :).

Im Frühjahr/Sommer, nach Saisonstart, werde ich mir einige Maschinen persönlich anschauen und nach Möglichkeit testen.
Evtl. habe ich für die Versicherung eine Lösung gefunden... Es scheint hier keinen einzigen Autogyro im Einzelbesitz zu geben. Alle gehören Flugschulen oder Clubs und sind als Schulmaschine bzw. ohne Pilotenbeschränkung versichert. Ich werde die Versicherungen nochmal durchtelefonieren, was die haben wollen, wenn die Maschine im Privatbesitz ist und nur ein oder zwei Piloten die fliegen.

35

Montag, 7. Februar 2011, 18:11

@ul-bau-Ingo: hast Recht, die Sache mit dem Geschmack hatte ich so gemeint wie du schreibst, war wohl schon zu spät gestern abend.

@s-32: Nebel > weil ich keine Ahnung von Finnland habe, aber Ahnung von Dunst, Nebel, Nieselregen. Ich fliege von Grube in Ostholstein aus (EDHB). Wir gehören doch wohl auch zur gemäßigten Wetterzone. Trotzdem hast du immer mit derartigen Sachen zu rechnen. Es ist keine Freude in der Suppe rumzustochern. In meinem Betrieb stellen wir u.a. bearbeitete Glasscheiben / Spiegel mit Facetten etc. her. Ich habe mehrere Kunden in Dänemark und ich mache mir den Spaß, wenn es ct-freundliche Größen sind, die Sachen mit dem Flieger hinzubringen, z. B. nach Haderslev. Das ist nur ca. 40 min Flugzeit von hier, aber du kannst dort schon mit ganz anderem Wetter rechnen als zu Hause, zumal es von uns aus nach DK über Wasser geht, alles schon erlebt. Bei 10 kts gestartet und dort bei 27 kts Seitenwind gelandet, so ist das nun mal. Die Kunden erwarten doch nur: "Sofort " und "Eilt". Deswegen meine kleine Einschränkung bezgl. VFR. Ist ja auch branchenabhängig, bei mir kann ich es häufig aber noch um 1 - 2 Tage schieben und wettermäßig anpassen.

Gruß Jürgen

P.S.: die CTLS ist nicht häßlich :thumbsup: (soll ein Spaß sein, aber das wirst du ja in Finnland auch so verstehen oder, soll jeder fliegen, was er mag).

36

Dienstag, 15. Februar 2011, 06:56



Also noch einmal:
Kunststoff - UL: höchstzulässige Abflugmasse 472,5kg. Geschwindigkeit: ca. 330km/h. Materialermüdung tritt schneller ein, weil in Bezug auf die höchstzulässige Abflugmasse die Struktur für diese Geschwindigkeiten nicht ausgelegt sein kann. Zumindest nicht auf Dauer.

Gruß Ingo

frage mich, wo du deine kenntnisse hernimmst. vergleichbare kompositwerkstoffe werden im großflugzeugbau eingesetzt, sowohl bei boeing als auch bei airbus. besonders bekannt ist übrigens das versagen metallischer werkstoffe wegen dauerbeanspruchung, überbeanspruchung muss für jeden werkstoff gesondert betrachtet werden. die auslegungskriterien für ul-sportgeräte sind für dauerhafte belastungen völlig ausreichend, man muss sich nur an die bauvorschriften halten. "richtige" flugzeugen weden qualitätsgesichert gebaut , das wird bei den flugsportgeräten nicht garantiert, hierin könnte eine aussage zur sicherheit des uls abgeleitet werden. dafür werden die uls aber mit einem rettungsgerät ausgerüstet. also ängste zu verbreiten, ist nicht angebracht.

Lothar

37

Dienstag, 15. Februar 2011, 11:13

Hallo Lothar,
na da frage ich mich doch gleich mal ebenso, woher Du Deine "so fundierten" Kenntnisse hernimmst, das Du mich als Hersteller "belehren" willst?

Wenn Du richtig hingelesen hättest, dann wäre Dir aufgefallen, das ich es ausreichend begründet hatte und diesbezüglich ebenso auf die bereits erfolgten Unfälle verwies!
Gleiches gilt für die Abflugmasse bei UL`s und der zivielen Luftfahrt. Man kann ja wohl kaum ein UL mit einer Boeing oder Airbus vergleichen.
Auch ob das "völlig ausreichend" ist aus Deiner Sicht ist irrelevant, denn die Unfallzahlen beweisen etwas Anderes, was selbst Du nicht wegdiskutieren kannst oder?

Auch Dein Hinweis auf das Rettungsgerät ist unglaublich! Erzähl diesen Unsinn mal dem Piloten oder seinem Co, der sich als einziges Besatzungsmitglied hat retten können, die mit der WT 09 abgeschmiert sind!
Übrigens wird auch immer verschwiegen das Dir eine Rettung unterhalb von 150m in der Regel selten etwas nützt! Und genau da passieren aber meißt die Unfälle. Aber vielleicht hast Du ja ein Fluggerät, das "freundlicherweise wartet", bis Du hoch genug bist, bevor ein Strukturbruch erfolgt?

Also, belassen wir es dabei: Ein UL ist und bleibt ein UL mit seiner bestimmten Abflugmasse und ein Airliner bleibt genauso ein Airliner mit seinen Gewichten und Massen, und nichts anderes - oder watt?

Ach ja, und selbst die Bauvorschriften haben des Öfteren in der Vergangenheit wenig genützt, wenn ein UL danach konstruiert und gebaut wurde, so auch durch die Zulassung kam, dann aber unter fast gleichartigen Bedingungen dann doch zerstört wurde!

Gruß Ingo

38

Donnerstag, 17. Februar 2011, 04:02

und?
war Ursache für Strukturbruch begründet in der GFK/CFK Konstruktion (weil Du ja die Eignung des Werkstoffes für schnelle ULs verneinst)?
war die Ursache des Strukturversagens eine falsche Berechnung der Konstruktion?
war die Ursache des Strukturversagens die unpräzise bzw von den Vorgaben abweichende Herstellung des Fluggerätes (QM)?
war die Ursache des Strukturversagens eine Benutzung des Fluggerätes außerhalb der der Grenzen?
war die Ursache des Strukturversagens eine fehlerhafte Bauvorschrift?

Die allgemeinen Aussagen wie "Ein UL ist und bleibt ein UL" oder "...unter gleichartigen Bedingungen dann doch zerstört wurde...(welchen gleichartigen Bedingungen?)" zeugen jedenfalls nicht für einen präzisen Umgang mit der zweifellos vorhanden Problematik, dass Strukturversagen vorgekommen ist sondern eher vom Bauchgefühl.
Gruß
Lothar

PS Wann war das mit der WT 09 gleich? Und was wirklich die Ursache? Wann war das mit dem Versagen des Flügels an der FK 14? Was war die Ursache? Ach Metall: Wann war das mit dem Versagen des Flügels bei der Zodiac in Holland? Ich kenne schon die Problematik die Du ansprichst, will es nur genauer fassen und sehe kein grundsätzliches Problem von GFK-Konstruktionen.

39

Donnerstag, 17. Februar 2011, 09:12

Mensch Lothar,

hatte Dich doch gebeten genau hinzulesen!
Es geht überhaupt nicht darum, das sich GFK/CFK nicht eignet! Denn das ist Unsinn!
Es ging darum, das bei einer max. Abflugmasse von 472,5kg die Hersteller dieser UL`s die Struktur (speziell die Rumpfzelle) nicht so auslegen können, wie diese es aber für diese Geschwindigkeiten sein müsste!!!
Und wenn dann noch, durch die hohe Beanspruchung, im Laufe der Zeit die Materialermüdung eintitt und der jeweilige Pilot, z.B. durch ein schnelleres Hochziehen, das Gerät höher belastet, dann passiert es eben.
Übrigens wurde mir genau das einmal in Bezug auf die CT 180 bestätigt! Die CT 180 bricht (als Neugerät) bei etwa 300km/h und plötzlichem Hochziehen auseinander. Und, wenn die Materialermüdung nach ein paar Jahren eingetreten ist, dürfte die Geschwindigkeit um ein Vielfaches darunter liegen. Das ist allein schon mit logischen Mitteln zu erfassen.
Und noch einmal das, was bisher so passiert ist, kannst Du nicht wegdiskutieren. Und von daher ist es sehr wohl so, das ein UL ein UL bleibt und eine Boeing eine Boeing!
Man geizt bei den Airlinern auch mit Gewichten, hat aber doch ein Vielfaches an Reserven, weil es da eben nicht so genau auf die Gewichte ankommt und auch mehr Personen befördert werden.
Aber beim Kunststoff - UL sind es eben nur 472,5kg gelle?

Nun zu den gleichartigen Bedingungen:
Wenn ein UL nach den Bauvorschriften gebaut und getestet wurde sollte man doch davon ausgehen können, das es hält! In der Regel ist das auch so aber, es gab Fälle von Trikes (die z.B. einen geknickten Nasenholm hatten), die absolut bei den Zulassungstests gehalten haben, dann aber bei einer Außenlandung mit dem Bugrad in eine Trekkerspur gerieten und der Nasenholm dann als eine Art "Sollbruchstelle" fungierte.
Dieser brach, der Motor fiel dem Piloten in`s Kreuz und der Flügel auf den Kopf. So Lothar, dann geh nun hin und erzähl diesem mal dass das gar nicht sein könne, weil das Gerät ja bei den (übrigens recht harten Zulassungsbedingungen in Deutschland) Zulassungstest geprüft wurde und gehalten habe!

Was ich damit sagen will ist, das Theorie und Praxis auch mal ganz anders sein können. Können, aber natürlich nicht müssen und auch nicht die Regel sind! Ich meine nur, nicht das Du nun wieder kommst und meinst, das grundsätzlich die zugelassenen Geräte in Deutschland nicht halten!

Bei den Kunststoff - UL`s aber müssen die Hersteller mit jedem Gramm geizen. Das hält ja auch bei den Zulassungstests, aber was ist nach ein paar Jahren, nachdem eine Materialermüdung eingetreten ist?
Und das ist es, was ich meinte: Bei der höchstzulässigen Abflugmasse von 472,5kg sind diese Geräte aus meiner Sicht und denen der Unfallzahlen, eben nicht so ausgelegt, das sie auf Dauer dieser Beanspruchung standhalten, so wie es bei den Airlinern ist.

Von daher kann ich nicht so ganz nachvollziehen wo Du bitte gelesen haben willst, das die Werkstoffe Glasfaser verstärkter Kunststoff und Kohlefaser generell nicht für den UL - Flugzeugbau der schnellen UL`s geeignet sind?
Übrigens wollte ich auch "keine Ängste verbreiten" sondern habe nur meine Meinung zu den "Kunststoffvögeln" abgegeben!

Ach ja und es ist auch Unsinn von Dir zu behaupten, das gerade metallische Werkstoffe wegen Dauerbeanspruchung versagen! In den neunziger Jahren hatten die Franzosen eine Studie erstellt (und die bauen besonders leicht) das UL`s stabiler und sicherer sind, als die PPL - A Klasse. Dies wurde im DULV - Info veröffentlicht, wenn ich mich recht erinnere.
Also nichts da mit versagen! Übrigens halten Dreiachser und Trikes der Anfangszeit heute noch und fliegen sicher! Na mal abwarten, wie das bei den schnellen Kunststoff UL`s sein wird?
Denn da gibt`s ja noch keine so alten Geräte, dass man das dort auch mit Sicherheit behaupten könnte nicht?

Gruß Ingo

40

Donnerstag, 17. Februar 2011, 10:15

Da bin ich jetzt über was gestolpert. Warum müssen bei Verbundwerksotff-ULs die Hersteller mit jedem Gramm geizen? Das liest sich auf den ersten Blick so, als ob bei Metall ULs die Hersteller NICHT mit jedem Gramm geizen müßten und das ist mir nicht einsichtig. Verbundwerkstoffe sind immanent leichter als Metall. Daher sollten bei Verbundbauweise mehr "Gramme" verfügbar sein für Maßnahmen für strukturelle Integrität.

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