Du bist nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: UL-Piloten.de. Falls dies dein erster Besuch auf dieser Seite ist, lies bitte die Hilfe durch. Dort wird dir die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus solltest du dich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutze das Registrierungsformular, um dich zu registrieren oder informiere dich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls du dich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert hast, kannst du dich hier anmelden.

1

Sonntag, 7. November 2010, 21:52

10% Ethanol im Benzin. Wie reagieren unsere Flieger?

Die Bundesregierung will den Bioanteil beim Benzin schon im kommenden Jahr erhöhen.
Bisher betrug der Ethanolanteil im Benzin in Deutschland bis zu fünf Prozent.
Vom 1. Januar 2011 an wird an deutschen Tankstellen Sprit mit bis zu zehn Prozent Ethanol angeboten.

:?: Wie wird sich der neue Sprit auf unser Kraftstoffsystem und Motoren auswirken?
:?: Werden wir das sogenannte E10 problemlos tanken können?
  Always Happy Landings

  Michael Paul


2

Freitag, 19. November 2010, 13:31

10% Ethanol im Benzin. Wie reagieren unsere Flieger?

Hallo Michael,

so, ich habe mich mal schlau gemacht zu diesem Thema und kann jetzt eindeutig darauf antworten:

1.Wie wird sich der neue Sprit auf unser Kraftstoffsystem und Motoren auswirken?

Außerordentlich gut! Durch die Erhöhung des Ethanolanteiles wird geringfügig die Verdichtung erhöht und die Leistung gesteigert. Dies jedoch ohne schädliche Langzeitwirkung für unsere Motoren. Dies wäre damit zu vergleichen, als wenn man jetzt Kraftstoff mit der Oktanzahl 95 tankt und nach der 5 %-igen Ethanolerhöhung nun Benzin mit einer Oktanzahl 98 tankt. Bei unseren Zweitaktmotoren wird es also keinerlei Probleme geben!

2. Werden wir das sogenannte E10 problemlos tanken können?

Nach dem unter Punkt 1 gesagtem können wir also problemlos das so genannte "E 10" tanken können! Lediglich eine Einschränkung gibt es, die sich jedoch nur auf die Viertaktmotoren auswirken könnte: Wer einen Viertakter in seinem UL hat, sollte sich mit dem Motorenhersteller in Verbindung setzen und abklären, ob die Ventilköpfe gehärtet sind! Bei nicht gehärteten Ventilköpfen könnte es sonst unter Umständen auf Dauer zu Abbrennerscheinungen kommen.

Offensichtlich müssten die Ventile unserer Autos grundsätzlich gehärtet sein, denn sonst könnte man der Logik folgend den E 10 ab Januar ja nur bedingt einsetzen.

So, ich hoffe das ich etwas Licht ins Dunkel dieser Fragen gebracht habe?!

Gruß Ingo

3

Freitag, 19. November 2010, 21:00

Hi Ingo,
Ja jetz kommt ein wenig Licht ins dunkel.
Ich stelle mir noch die Frage ob hier DIchtungen, Filter, GFK /CFK Tanks, Benzinpumpen und vor allem die Benzinleitungen gefährdet sind.
  Always Happy Landings

  Michael Paul


4

Freitag, 19. November 2010, 21:12

10% Ethanol im Benzin. Wie reagieren unsere Flieger?

Hallo Michael,

nein sind sie nicht! Nach meinen eingeholten Auskünften ist die 5%ige Ethanolerhöhung eher ein Zugewinn, der jedoch keine Gefährdungen oder Defekte nach sich zieht. Die Motoren laufen dann etwas besser. Etwa so, als wenn Du vor 10 Jahren im Auto nur Benzin getankt hast (also kein Super) und bist dann auf Super Bleifrei Plus umgestiegen.

Das tat den Motoren, samt Leistung auch gut. Das aber bitte nicht verwechseln damit, das nun jemand sagen könnte: "O.K. bisher hab ich ja nur Superbenzin mit Zweitaktöl gemischt. Dann nehm ich jetzt Super Plus und habe eine Verbesserung und auch Leistungssteigerung." Das ist nämlich widerlegt, weil dies nur bei den Viertaktmotoren etwas ausgemacht hat.

5

Freitag, 19. November 2010, 21:52

Hi Ingo,

Kraftstoffschläuche und Gummidichtungen enthalten doch reichlich Weichmacher.
Alkohol ist ein Lösungsmittel das meines Wissen nach diese Weichmacher aus den Schläuchen saugt.
Dadurch werden diese hart, spröde und evtentuell undicht.
  Always Happy Landings

  Michael Paul


6

Freitag, 19. November 2010, 22:04

Hallo Michael,

das mag ja auch so sein, aber dann würden doch logischerweise die Benzinschläuche und Dichtungen unserer Autos das auch nicht aushalten können! Des Weiteren denke ich, das dieser Alkoholgehalt so gering ist (und auch im Benzin gebunden), das ein "Heraussaugen" aus den Schläuchen und Dichtungen irrelevant ist.

Wenn dem so wäre, hätte meine Quelle das auch gesagt, dass das durchaus auftreten könnte. Sollte jedoch Dein Benzinschlauch aushärten, dann wechselst Du ihn besser aus. Es gibt beispielsweise diesen durchsichtigen Benzinschlauch. Dieser ist nicht Zweitaktgemischfest, vergilbt und wird hart. Aber solch Zeugs nimmt man doch heute gar nicht mehr!Ein ordentlicher Hersteller verwendet auch ordentlichen Benzinschlauch. Und das ist Gummischlauch mit Gewebeumantelung.

Gruß Ingo

7

Freitag, 19. November 2010, 22:27

Hallo Ingo,

stimmt, am sichersten ist es wohl regelmäßig die Sprittleitungen auszutauschen.
Die besten Erfahrungen habe ich mit dem Benzinschlauch mit innenliegendem Gewebe gemacht.
Nach ca. 3-4 Jahren ist dieser nicht mehr ganz so elastisch, und bevor er an Stabilität verliert schmeißt man den am besten raus.
»Michael Paul« hat folgendes Bild angehängt:
  • Benzinschlauch.jpg
  Always Happy Landings

  Michael Paul


8

Freitag, 19. November 2010, 22:38

Hallo Michael,

genau solchen meinte ich auch! Gibt zwar noch den mit Gewebe außen, aber der ist besser.

Man sollte auch nicht vergessen das Benzinschlauch und Filter zu den Verschleißteilen gehören!!! Wenn man diese alle drei Jahre wechselt ist man immer auf der sicheren Seite. Ich habe es schon erlebt, da wollte einer vor dem Triebwerksstart vorpumpen und das "schoss" in dünnen Linien an verschiedenen Stellen aus dem Schlauch wie bei einem Rasensprenger! Dieser "einer" war nämlich ich! Aber nicht etwa aus Nachlässigkeit, sondern weil ich selbst mal wissen wollte wie lange Benzinschlauch hält. Das war dann aber der etwas schlechtere mit der Außenummantelung. Dieser hielt allerdings auch immerhin 5 oder 6 Jahre durch!

Ach ja, und das ist auch ganz wichtig: Apropos Benzinfilter, niemals die einsetzen, die innen Papier haben! Das sind nämlich welche für Diesel. Das Papier löst sich mit der Zeit und verstopft die Düsen.

Hier dazu mal ein Foto zum besseren Verständnis:
»ul_bau« hat folgendes Bild angehängt:
  • 26737_A.jpg

9

Montag, 22. November 2010, 17:56

Benzinfilter mit Wasserabscheider?

Hi Ingo,
ja genau den auf dem Photo (oben rechts) habe ich in meinem Flieger verbaut.
Sag mal, gibt es auch ein bezahlbaren Filter mit integriertem Wasserabscheider?
So´n blöder Wassertropfen im Vergaser zwingt den Rotax & Co in die Knie, und das will ich möglichst vermeiden.
  Always Happy Landings

  Michael Paul


10

Montag, 22. November 2010, 18:13

Hallo Michael,

nicht das ich wüsste. Es gibt Benzinhähne mit Wasserabscheider! Aber von Filtern mit Abscheider weiß ich nichts, werd mich aber diesbezüglich mal schlau machen.

Wenn Du so etwas vermeiden willst, meine geheime Wunderwaffe: Besorg Dir von Autol "Desolite B" für Benzinmotoren. Aber aufpassen, das gibt es auch für Dieselmotoren, steht aber jeweils auf der Dose! Das ist ein Systemreiniger der die Verbrennung optimiert, vorhandene Ölkohle abbaut und Neubildung verhindert. Es wird im Mischungsverhältnis 1:200 dem Sprit beigegeben. Das verhindert u.a. solche Sachen und ich nehme es jedes Mal und kann über die üblichen Probleme nicht klagen! Es wird angegeben, das es durch die Optimierung auch Benzin einspart. Das kann ich bei der Verwendung im Auto zu 100% bestätigen, beim Einsatz im UL jedoch nicht wesentlich. Wichtig ist, dass das Mischungsverhältnis peinlich genau eingehalten wird, weil es die Verbrennung sonst zu gut optimiert, was wieder nicht gut für unsere Motoren ist! Also auch hier gilt, viel hilft nicht viel. Und das übliche Markenzweitaktöl kann nicht eingespart werden, also: Superbenzin + Markenzweitaktöl + Besolite "B"!

Und wenn Du doch mal über Kondenswasser klagen solltest, dann einen "doppelten" (ist auch so gemeint, ein doppeltes Schnapsglas voll!) mit Brennspiritus in den Tank. Dann hat es sich mit dem Wasser.



Gruß Ingo

11

Montag, 22. November 2010, 18:27

Brennspiritus

...ahhh, wenn ich genau drüber nachdenke, dann können die 10% Ethanol im Sprit ja sogar noch den Vorteil haben Kondenswasser zu binden. 8o
Denn Ethanol ist doch Alkohol, und Alkohol bindet Wasser, oder liege ich hier komplett falsch :?:
Ich bin ja kein Chemiker ;)
  Always Happy Landings

  Michael Paul


12

Montag, 22. November 2010, 18:30

Naja so genau kann ich das auch nicht sagen, bin auch kein Chemiker, ist aber nachvollziehbar! Denn man hörte in der Vergangenheit bei einigen Autos, das dort über Korrosion im Motor berichtet wurde, beilängeren Standzeiten. Vielleicht reagiert man darauf auch nun.

13

Mittwoch, 24. November 2010, 13:41

Spritfilter mit Wasserabscheider

Moin !

Zu dem Thema kann ich vielleicht etwas weiterhelfen; Es gibt Spritfilter mit Wasserabscheidung, nur sind sie recht teuer, da aus MickyMaus-Land ( USA, is klar ) und sind bei Aircraft Spruce erhältlich, keine Ahnung, wie teuer. Eventuell gibt es auch ein Europäisches Pendant dazu, aber ich weiss nicht, wo.
Funktionieren tun sie ganz einfach, und zwar ist Wasser ja bekanntlich schwerer als Sprit/Diesel , etc., das heisst, dass das Wasser in einem Zylinder nach unten sinkt, während oben an der Entnahme-Stelle nur Sprit ankommt, fertig. :) Dann ist da noch ein Filtermedium drin, was auch SICHER resistent ist gegen alle möglichen Substanzen, weil Luftfahrt geprüft. Unten ist ein Drain- Ventil mit Zwangsverriegelung eingeschraubt, uns schon fliegste bewusst und gaanz entspannt ohne Wasser, wenn du vor dem Flug ein Bischen Sprit-Wasser abgelassen hast,so wie das die Echo-Flieger tun. :thumbup:



Also, viel Spass beim Suchen, schön`Tach` und always happy landings

Boba Fett

14

Mittwoch, 24. November 2010, 14:50

Hallo Boba,

naja das ist ja gut wenn es solche Filter gibt, aber ein Brandhahn mit Wasserabscheider tut es doch auch.

Dieser ist vor allem preiswerter und einfacher zu bekommen, als sich eine Unmenge an Filtern (damit es sich lohnt) aus den Staaten kommen zu lassen oder?

Gruß Ingo

15

Mittwoch, 24. November 2010, 17:35

Hallo, Ingo !

da hast du Recht, aber es ging doch um die Frage, ob es sowas gibt, und nicht, ob es sich lohnt, eine Sammelbestellung zu machen, oder ?

Gruss

Boba

16

Mittwoch, 24. November 2010, 18:21

Hallo Boba,

da hast Du zwar recht einerseits, andererseits beantwortst Du meiner Meinung nach die Frage nach einer Sammelbestellung gleich selbst, wenn man diese nur im "Micky Maus Land bekommt! Abgesehen vom Preis kommen ja dann noch die Frachtkosten dazu!

Denn diese Filter werden tatsächlich nicht billig sein und sind zudem noch riesengroß. Ich habe eben mal gegoogelt und festgestellt, das es so etwas hier im Allgemeinen auch gibt. Dort ist zu erkennen, das diese groß und daher auch schwer sind. Auf jeden Fall viel schwerer, als unsere im UL befindlichen Filter ohne Wasserabscheider. Für eine Cessna kein Problem, aber wir ULer geizen ja mit jedem Gramm. Vor allem dann, wenn man reisen und auch noch Gepäck mitnehmen will.

Alles in allem braucht man darüber überhaupt nicht mehr nachzudenken, auch nicht über eine Sammelbestellung, wenn man weiß, das es ja auch Benzinhähne (Brandhähne) gibt, die erstens einen Wasserabscheider haben, zweitens leichter sind und drittens auf jeden Fall preiswerter.

Gruß Ingo

17

Mittwoch, 24. November 2010, 21:14

Hallo Boba, hallo Ingo.

Ich habe auch mal ein wenig gegoogel, aber nicht wirklich etwas Brauchbares gefunden. Die meisten Wasserabscheider sind tatsächlich viel zu groß und nicht gerade "Ultraleicht".

Ein Benzinhahn mit Abscheider kommt für mich nicht in Frage. Ich habe nämlich keinen, und das ist auch gut so! Mir sind alleine in meinem Bekanntenkreis drei schwere Unfälle bekannt, die durch verschlossene Benzinhähne verursacht worden sind.

Bleibt mir wohl nichts anderes übrig als nach wie vor im Frühjahr den Rest-Sprit abzulassen und für die Kettensäge, Laubsauger, Heckenschere und Motorsense zu bevorraten. ?(
  Always Happy Landings

  Michael Paul


18

Mittwoch, 24. November 2010, 21:24

Hallo Michael,

dann geht es Dir wie mir! Ich habe in unseren Geräten auch keine Brandhähne, der Kunde bekommt ihn nur auf Wunsch eingebaut! So ein Brandhahn kann Vor- unf Nachteile haben. Den Nachteil hattest Du schon genannt, obwohl ich diesen nicht so ganz verstehen kann?! Der Vorteil wäre, wenn man einen Feuerausbruch im Fluge hätte (obwohl weder ich, noch irgend jemanden den ich kenne, das jemals erlebt hat), kann man dies durch Schließen eines Brandhahnes dann nicht unterbinden.

Gruß Ingo

19

Sonntag, 5. Dezember 2010, 09:51

Hallo Michael,

es ist wieder mal Panikmache! Die neueste Meldung ist:

"Auch E5 wird es weiterhin geben

Trotz der Einführung des neuen Kraftstoffs, der an den Säulen entsprechend gekennzeichnet werden soll, wird E5 weiterhin an den Tankstellen erhältlich sein. Laut Aussagen der Bundesregierung gilt dies auf unbefristete Zeit. Da davon auszugehen ist, dass die Mineralölkonzerne den Absatz von E10 mit einem Preisvorteil ankurbeln werden, wird der Preis für E5 voraussichtlich höher liegen."

Abgesehen davon das unsere Motoren es vertragen kann man also auf unbefristete Zeit auch weiterhin den gewohnten Sprit tanken!

Ich wünsche allen einen schönen 2. Advent,

Gruß Ingo

20

Donnerstag, 10. März 2011, 19:37

Bioalkohol im Sprit

Hallo zusammen.
Hier eine wichtige Meldung des DAeC zum Theme Bioalkohol im Benzin:


Seit dem 1. Januar 2011 müssen Tankstellen Kraftstoffe mit einer Beimischung von bis zu zehn Prozent Bioalkohol (E 10) anbieten, das bedeutet eine Verdoppelung des bisher zulässigen Alkoholgehaltes von fünf Prozent. Zu hohe Anteile von Methanol oder Ethanol im Kraftstoff können im Flugbetrieb Probleme verursachen.


Mit einem unverbindlichen Safety Information Bulletin (SIB) wendet sich die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) an die Eigentümer und Halter von Luftfahrzeugen, die Autokraftstoffe für ihr Luftfahrzeug, gleich ob Motorflugzeug, Motorsegler oder Ul, nutzen. Seit dem 1. Januar 2011 müssen Tankstellen Kraftstoffe mit einer Beimischung von bis zu zehn Prozent Bioalkohol (E 10) anbieten, das bedeutet eine Verdoppelung des bisher zulässigen Alkoholgehaltes von fünf Prozent. Zu hohe Anteile von Methanol oder Ethanol im Kraftstoff können im Flugbetrieb Probleme verursachen. Weniger der Motor, aber mehr alle mit dem Kraftstoff in Kontakt kommenden Bauteile, beispielsweise Filter, Pumpen, Schläuche und Messgeräte, können Schaden nehmen. Der Bundesausschuss Technik (Technische Kommission) warnt davor, andere als für das Luftfahrzeug genehmigte Kraftstoffe zu tanken. Das Luftsportgeräte-Büro weist ausdrücklich darauf hin, dass auch Halter von Ultraleichtflugzeugen von ihren Herstellern prüfen lassen sollten, ob mit Bioalkohol vermischter Kraftstoff für den Betrieb ihres ULs erlaubt und geeignet ist.

Anlass für das SIB ist die Umsetzung der Europäischen Direktive 2003/30/EC „Förderung der Nutzung von Biokraftstoffen oder anderen erneuerbaren Kraftstoffen im Verkehrssektor".
Bei der Verwendung von Kraftstoff mit Methanol oder Ethanol können nach Informationen der EASA folgende Probleme auftreten:
• Erhöhtes Risiko für Dampfblasenbildung aufgrund der unterschiedlichen Flüchtigkeit der Kraftstoffe.
• Das Material im Kraftstoffsystem, beispielsweise Schläuche und Dichtungen, kann durch Methanol/Ethanol angegriffen werden und sich auflösen.
• Der Kraftstoff kann sich in eine alkoholreiche wässrige Phase und eine alkoholarme Kohlenwasserstoff-Phase trennen. Das kann vermehrt auftreten, wenn der Kraftstoff kalt ist und Wasser aufgenommen hat, beispielsweise bei Flügen im Hochgebirge.
• Die Kraftstoffvorratsanzeigen können irreführend sein. Der Verbrauch von Kraftstoff steigt, wenn ein großer Anteil Bioalkohol beigemischt ist.

Die EASA empfiehlt Eigentümern und Haltern betroffener Flugzeuge zu prüfen, ob das Flugzeug für den Betrieb mit Mogas mit einer Beimischung von Methanol und/oder Ethanol genehmigt ist. Falls gemischter Kraftstoff nicht erlaubt ist, darf nur der Autokraftstoff getankt werden, der nachweislich keinen Alkohol enthält. (Bescheinigung vom Lieferanten oder Test des Alkohol-Anteils). Wenn das Flugzeug für den Betrieb mit Mogas mit Beimischung zugelassen ist, muss bei der Kraftstoffplanung beachtet werden, dass dieser Kraftstoff einen geringeren Energiegehalt hat und sich damit der Kraftstoffverbrauch erhöht.

Im Zweifelsfall kann ein Pilot selbst die Zusammensetzung des Kraftstoffes überprüfen. Die Firma Maul bietet ein Testequipment an. Alternativ kann mit einer vereinfachten Methode entsprechend dem (SAIB) CE-07-06 der FAA der Alkoholanteil bestimmt werden. Vorerst sollen, nach Informationen der Mineralölkonzerne, keine „Ultimate“-Kraftstoffe mit Bioalkohol gemischt werden.
Die EASA weist auf die Probleme hin, hält aber eine Lufttüchtigkeitsanweisung (AD) nach der VO (EG) 1702/2003, Teil 21A.3B für nicht gerechtfertigt. Der Bundesausschuss Technik steht seit Jahren mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und der EASA zu diesem Thema in Kontakt. Ein detaillierter Forschungsbericht zu diesem Thema ist auf der EASA-Website veröffentlicht.

Das Luftsportgeräte-Büro empfiehlt UL-Piloten, bei der Verwendung des neuen Kraftstoffs kontinuierlich zu kontrollieren, ob tatsächlich alle Komponenten die Alkoholbeimischung vertragen. Erfahrungen, Unregelmäßigkeiten oder Probleme bitte dem Luftsportgeräte-Büro per E-Mail an lsgb@daec.de
melden.

Letzter Hinweis: Da die Beimischung von Bioalkohol auf einer EU Vorgabe beruht, betrifft der Hinweis ganz besonders Flüge in das EU Ausland, da dort die Prozentsätze der Beimischungen komplett unterschiedlich sein können. Es ist zwingend erforderlich, sich vor einem Flug in die EU Nachbarländer schlau zu machen.



Quelle: DAeC
  Always Happy Landings

  Michael Paul


Thema bewerten
Bookmark and Share