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Freitag, 9. April 2010, 23:08

Motorschirm-Fliegen, Flyke, Motorschirm-Trike



:smiley_40 Das Motorschirmfliegen erfreut sich einer immer größeren Beliebtheit, da es im Flachland die unkomplizierteste und einfachste Art ist, in die Luft zu kommen. Motorschirme sind überwiegend ganz normale Gleitschirme, wie sie auch zum Fliegen in den Bergen und an der Seilwinde verwendet werden. Viele Piloten benutzen daher denselben Schirm sowohl zum motorisierten Fliegen als auch zum Thermikfliegen. Für diejenigen, die ausschließlich motorisiert unterwegs sind, gibt es aber spezielle Schirme, die ein etwas größeres Geschwindigkeitspotential haben.
In Deutschland gelten sie aufgrund des Motors nicht mehr als Gleitschirm, sondern als Ultraleichtflugzeug. In Österreich werden Motorschirme demgegenüber grundsätzlich als motorisierte Paragleiter (Gleitschirme) und eben nicht als Ultraleichtflugzeug angesehen. In der Schweiz schließlich sind Motorschirme bisher generell nicht zugelassen.

In Deutschland darf mit dem Motorschirm nur auf speziell dafür zugelassenen Flugplätzen gestartet werden. Neuerdings besteht jedoch ein Erprobungsprogramm für Fußstartfähige UL´s welches auch Start's und Landungen außerhalb von Flugplätzen zulässt. Vorausgesetzt der Geländeeigentümer, das örtliche Ordnungsamt und die Untere Landschafts-Schutzbehörde stimmen dem Vorhaben zu.

Seit einiger Zeit sind neben den "klassischen" Fußstart-Motorschirmen auch zahlreiche Motorschirm-Trikes auf dem Markt. Die Voraussetzungen in der Ausbildung, der Gültigkeit etc. sind weitestgehend dieselben, solange das Gerät unter einer Leermasse von 120 kg bleibt. Aus diesem Grund wurden die Motorschirme und die "leichten" Motorschirm-Trikes in der Ausbildung unter einer Kategorie zusammengefasst, der Lizenzeintrag lautet pauschal "Motorschirm", unabhängig davon, auf welcher Startart die Ausbildung stattgefunden hat.

Das Gleitschirm-Trike:
(Foto: Flugzeugbau-Quander)


Das Motorschirm-Trike besteht aus einer robusten Konstruktion, die Starts und Landungen auf Rädern ermöglicht. Der Pilot sitzt bequem und muss das Gewicht des Motors auch am Boden nicht tragen, da der Motor am Trike montiert ist.



Rucksackmotor:
(Foto: Fresh-Breeze)



Die Bauteile eines Rucksackmotors sind Motor mit Tank und Propeller sowie ein mit einem Netz bespannter 1- oder 2-Ring-Schutzkäfig. Viele Systeme sind zudem mit Elektrostarter und Akkupack versehen. Die Verbindung zum Piloten erfolgt in der Regel mittels Trägergurten, wie bei einem Rucksack, wobei das Gewicht des Motors im Flug vom Schirm getragen wird und den in einem bequemen Gurtzeug sitzenden Piloten kaum belastet. Zurzeit werden überwiegend Zweitaktmotoren als Antrieb verwendet. Bei einem Verbrauch zwischen drei und vier Litern pro Stunde sind mit den üblichen Tanks Flugzeiten von zwei bis zu vier Stunden möglich. Die Reichweite beträgt dann je nach Wind-Geschwindigkeit und -Richtung etwa 100 km



Das Flyke ( fliegende Fahrrad )
(Foto: Fresh-Breeze)


Das "Fliegende Fahrrad", kurz Flyke, ist die perfekte Kombination aus frontgetriebenem Liegefahrrad und Fluggerät. Das Flyke ist für den Transport schnell in eine vordere und eine hintere Hälfte zerlegbar. Der Umbau vom Flug- zum Fahrmodus kann in kürzester Zeit erfolgen.


:smiley_41 Fragen, Feedback, Änderungen oder Anregungen? Bitte schreibt hier im Flieger-Forum.

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