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21

Wednesday, September 30th 2009, 10:52pm

Abend Michael,

Du nimmst mir alle Hoffnung... ;)

aber Du hast Recht, die Trikes sind gleich, bei dem Trike auf den Foto kann man sogar die Alu.Distanz-Büchsn erkennen, den Motor vorne anheben... Und wenn das geradeaus fliegt, dann dann weiß ich bald auch nichts mehr...

Und danke für den Hinweis auf den Abstand Prop - Kielrohr.. darauf werde ich dann besonders achten.. Ich möchte nämlich trotzdem mal ausprobieren, ob und wie sich eine Änderung des Sturzes auswirkt...

VG Peter
*** Fliegen macht Spaß, egal womit ***

22

Thursday, October 1st 2009, 12:16am

Hallo Ihr Beiden,
zunächst an Dich Peter:
"Warum hast Du bei Deinem Trike den Motor eigentlich so weit nach vorne geneigt?"
Antwort: Weil ich das Trike konstruierte, bervor ich selbst fliegen konnte und die Schubachse auf die untere Kante des Bugspornes gelegt hatte. Heute weiß ich dass das nicht so sein muss. Aber irgendwann fängt ja jeder mal an. Soll heißen, meine Denkweise war damals nicht falsch aber veraltet! Man muss ja auch den Mut haben mal etwas zuzugeben oder?

"Denn der bei Deinem Trike rechtsdrehende Propeller würde ja zunächst einmal ein Torque-Moment nach Links erzeugen. Durch den nach vorne geneigten Motor bekommt aber die linke sich nach oben bewegende Hälfte der Propellerebene gegenüber den anströmenden Luft relativ gesehen mehr Steigung, während die rechte, abwärts laufende Hälfte relativ zur Luft weniger Steigung hat. Folglich würde sich der Motor (von oben gesehen) um die Hochachse nach rechts drehen wollen. "

Jaja, aber eines hast Du überlesen:
"Ernst Schönleber hatte in seinem Enduro den Motor ebenfalls nach hinten geneigt. Dies hatte den Effekt (und sollte es nach seiner Aussage auch haben), dass das Trike beim Start nicht so brutal abhebt, also diesem extremen Steigwinkel verhindern."

Das heißt, der Effekt müsste mit Deiner Konfiguration doch identisch sein, was aber nicht der Fall ist! Was ich damit sagen will ist, Überlegungen sind erst einmal die absolut richtige Vorgehensweise, aber nur die Praxis beweist, ob es nun wirklich so ist oder nicht!

Was die Steigung Deiner Propellerblätter anbelangt hieße das im konkreten Fall:
Peter, so leid es mir tut, Du musst Dir den effektivsten Blattsteigungswinkel in mühseeliger Art und Weise selbst erfliegen, wie wir Hersteller es nennen würden! Fang mit den 17 Grad an und führe dies in 1 Grad Schritten bis zu den 27 Grad weiter! Vermerke, wann es am besten war und wann Dein Gerät in Bezug auf das effektive Steigen am wenigsten nach einer Seite zog. War es zuviel, gehst Du üblicherweise in halben Gradeinstellungen zurück.
Wenn Du dies erfolgreich durchgeführt hast, überprüfe laut Kennblatt, ob die Reisefluggeschwindigkeit in etwa konform geht! Ist dem so, kannst Du die Blatteinstellung so lassen, wenn nicht, musst Du leicht abändern.
Jaaa, ich weiß - scheiß Job - aber leider notwendig! Nu kriegste mal einen Einblick in das Leidwesen eines Herstellers. Alle glauben nämlich, konstruieren macht trotz Stress einen riesigen Spass, und man wird mit wenig Aufwand Millionär. Neenee, harte Arbeit und Erprobung ist bis zur Serienreife angesagt!

Nun zu Deinen Ausführungen Michael,
"Falls Du dich trotzdem dazu entscheiden solltest die Distanzstücke zu enfernen, bedenke bitte das der Propeller dann dem Kielrohr empfindlich nahe kommen kann."
Wie das? Ich dachte das Kurzkieler der Vergangenheit angehören?! Langkieler, wie beispielsweise der Vampyr von Wittenauer oder der La Mouette Profil 17 waren in der Anfangszeit Standard. Wenn es sich heute um Kurzkieler handelt, dürfte dies nicht passieren, es sei denn, der Mastholm ist so kurz, dass beim Trimmen die Fläche so weit nach hinten gelangt, das es "Drrrrr" machen kann. Leider kann man als Hersteller nicht alle Konkurrenzgeräte bis ins Detail kennen, um ein objektives Urteil fällen zu können. Da sind wir wieder bei den "Ferndiagnosen".

Gruß Ingo

This post has been edited 1 times, last edit by "ul_bau" (Oct 1st 2009, 12:17am)


23

Thursday, October 1st 2009, 8:02pm

Propp haut vor Kielrohr

Hallo Ingo,

es ist tatsächlich so, das die Viper ein relativ kurzes Mastrohr hat.
Neben "Berechnungen" und "Ferndiagnosen" gibt es ja noch kostbare "Erfahrungwerte".
Das von mir beschriebene Viper Trike welches von der Konfiguration her mit Peters Viper übereinstimmt, hat übrigens eine Hazard 15 Fläche.
Bei der letzten Wartung wurden die Gummis der Motorhalterung erneuert. Auch hier meinte man auf das Alu-Distanzstück verzichten zu können. Das Ergenis kennt Ihr ja schon:
Der Kollege hat heute einen neuen Propp.:klatsche

Passiert ist das ganze erst nach einigen Fügen, als er kurz nach dem Start bei Vollgas einen auf den Deckel bekommen hat.

Ich bleibe dabei, das ich das Distanzstück garnicht erst entfernen würde, da der Konstrukteur sich bestimmt etwas dabei gedacht hat. Das Material kostet ja auch dem Hersteller etwas.

Falls Peter trotz aller Warnung nicht davon abzubringen ist, müssen mindestens 15cm Abstand zwischen Propeller und Kielrohr gegeben sein. (ohne Gewähr)

Besten Gruß
  Always Happy Landings

  Michael Paul


24

Thursday, October 1st 2009, 9:25pm

RE: Propp haut vor Kielrohr

Hallo Michael,

"Passiert ist das ganze erst nach einigen Flügen, als er kurz nach dem Start bei Vollgas einen auf den Deckel bekommen hat."

Distanzstück hin- oder her. Es wäre nicht passiert, wenn er was gehabt hätte? Du ahnst es sicherlich - eine Drehmomentstütze! Denn diese soll eigentlich genau das verhindern, dass das Triebwerk sich über die Schwingungsdämpfer so weit anheben und zur Seite drehen kann.
Wäre es nicht das Kielrohr gewesen, hätte der Prop die Unterverspannung erwischt und er hätte auch noch den kompletten Satz auswechseln müssen!
Was ich damit sagen will ist, man kann unter Verwendung einer Drehmomentstütze das Distanzstück ganz beruhigt entfernen, um eine Einstellwinkelveränderung des Triebwerkes vorzunehmen, ohne das so etwas passiert.

Gruß Ingo

25

Thursday, October 1st 2009, 9:30pm

RE: Propp haut vor Kielrohr

Quoted

Original von Michael Paul
....Falls Peter trotz aller Warnung nicht davon abzubringen ist, müssen mindestens 15cm Abstand zwischen Propeller und Kielrohr gegeben sein. (ohne Gewähr)...

naja, bestehen tue ich natürlich nicht darauf, ich bin ja schließlich noch lernfähig... ;) ;)

Aber eigentlich müsse m.E- genügend Platz zwischen Kielrohr und den Propellerblätterspitzen sein... (siehe Foto).

Irgendwie ist das alles sehr seltsam... die Meinungen über das Verhalten (und die Gründe dafür) bei meinem Trike gehen sehr auseinander (ich habe die gleiche Frage auch noch anderen gestellt). Sie geht von "das ist normal" bis "hötte nie zugelassen werden dürfen"...

Ein möglicher Grund könnte noch sein, dass beim Riemengetrieb die Drehrichtung von Prop und Kurbelwelle gleich ist, d.h. hier könnten sich u.U. (Gegen)drehmomente (durch Masse usw.) addieren... Beim Zahnradgetriebe (z.B. Rotax C) sind aber Prop und KW gegenläufig, hier könnten sich die Drehmomente (zumindest z.T.) aufheben... Dies könnte dann wiederum die Erkärung des Musterbetreuer bestätigen...

Wenn ich mal alles zusammenfasse ergeben sich folgende, mögliche Gründe (oder ggf. auch mehrere davon gleichzeitig):

1. Fläche krumm
2. Trike hängt unter der Fläche in der Aufhängung verdreht
3. Prop- Steigung sehr groß
4. Motorsturz falsch eingestellt
5. Riemengetriebe (Prop und KW drehen ich gleich Richtung)

Punkt 1; scheidet m.E. aus, da Fläche im Gleitflug sauber geradeaus fliegt
Punkt 2: muss ich prüfen, ich bin mir aber ziemlich sicher, dass das Kielrohr und die Trike-Längsachse fluchten
Punkt 3: werde ich mal testen, in dem ich langsam und stufenweise die Steigung reduziere. Hierfür muss ich mir aber zuerst noch eine Propellerlehre besorgen
Punkt 4: ok, hier muss ich erst mal den Abstand zw. Kielrohr und Prop überprüfen, wenn der ausreicht, würde ich auch gerne mal mit dem Sturz experimentieren
Punkt 5: daran kann ich nichts ändern, da mir ein neuer Getriebe + einen neuen Prop einfach zu teuer ist...

Es bleiben also letztendlich nur die Punkte 3 und 4, an denen ich etwas ändern kann. Aber ob ich damit den Fehler wirklich korrigieren kann???? Ggf. könnte ich noch die Fläche so trimmen, dass sie ohne Gas im Gleitflug leicht nach links zieht und so den Rechtsdrall im Kraftflug etwas kompensiert.

Aber ich kann immer noch nicht verstehen, warum es Viper-Trikes in der gleichen Konfiguration gibt, bei denen der Rechtszug nicht oder nur sehr gering auftritt. Wo ist das der Unterschied zu meinem?

VG Peter
Sunset-Flyer has attached the following image:
  • SANY2100_kl.jpg
*** Fliegen macht Spaß, egal womit ***

26

Tuesday, November 10th 2009, 8:58pm

Guten Abend zusammen,

so, ich wollte mich mal wieder hier melden... ;)... Leider bin ich mit meinem Problem (auch mangels Zeit) nicht viel voran gekommen. Inzwischen habe ich mir von einem Bekannten eine Propellerlehre besorgt und habe damit letzten Sonntag mal die Steigung meines Props nachgemessen. Das Ergebnis war aber leider nicht so, wie ich gedacht hatte... Die Steigung ist nämlich keineswegs zu groß (zumindest nicht bezogen auf die Angaben im Lärmgutachten). Dort sind nämlich 16,6 Grad bei 75% Propradius angegeben und ich habe nur 13 Grad gemessen... Also ist m.M.n. eine zu große Steigung des Props als Ursache für den Rechtsdrall meines Trikes eher unwahrscheinlich (was nicht heißen soll, dass man die Steigung doch noch etwas "optimieren"/ reduzieren könnte). Die Steigung des Props habe ich daher erst mal unverändert gelassen...

Außerdem habe ich gemessen, dass der Motor durch die o.g. Distanzbüchsen ca. 6 Grad nach hinten geneigt ist. Vielleicht wirkt sich das ja doch auf das Flugverhalten aus... Ich habe aber bisher noch nicht testen bzw. nachmessen können, wie weit ich die Motorachse wieder in die Waage setzen kann, bevor der Abstand des Props zum Kielrohr zu klein wird. Das werde ich als nächstes mal ausloten. Aber z.Zt. sieht das Wetter ja leider nicht sonderlich "flugfreundlich" aus, so dass meine weiteren Aktionen vermutlich noch etwas aus sich warten lassen müssen...

Was mich immer noch irgendwie wundert ist Deine Aussage, Michael, dass Dein Bekannter mit dem offensichtlich baugleichen Trike (Dein Foto von oben) nicht dieses Rechtszugproblem haben soll. Vielleicht bringt es mich ja weiter, wenn ich die Geräte mal miteinander vergleiche, um eventuelle Unterschiede zu finden.... Könntest Du mir ggf. den Kontakt zu dem Piloten vermitteln?

Beste Grüße
Peter
*** Fliegen macht Spaß, egal womit ***

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