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1

Dienstag, 30. September 2008, 18:40

Trike VS Motorschirm ala Xcitor

Hallo zusammen,

ich habe mir gestern die Zeitschrift FLY and Glide gekauft und bin auf das WunderTrike Xcitor gestoßen.

Auf dem ersten Blick schaut diese Fluggerät sehr interessant aus.
Xcitor



Praktisch ist das das Trike wie ein Anhänger ans Auto angehängt werden kann.
Dann noch das ganze Equipment in das Trike laden und gut ist.
Somit wären die Hangar kosten = 0.
Praktisch auch um damit in den Urlaub zufahren.

Was mir als Leihe sofort aufgefallen ist das die Geschwindigkeit niedriger als bei einem "Normalen" Trike ist.

Kann mir einer sagen ob es bei dem Xcitor irgendwelche nachteile im vergleich zum Trike gibt,
wie hoch der Sprit verbrauch ist (soll wohl ein Mix sein)
und mit welchen schein darf man den fliegen mit einer Motorschirm- oder Trike Ausbildung?


Vielen Dank im vorraus.

Gruss

Chris

2

Dienstag, 30. September 2008, 19:01

hmmmm Moderator könntest Du den Threat in Allgemein verschieben, ich denke da ist er besser aufgehoben. Hab da nicht aufgepasst :(
Danke schön....

3

Dienstag, 30. September 2008, 20:23

Hallo Chris,
"WunderTrike Xcitor" ist sehr gut ausgedrückt! Denn da kann man sich nur wundern, vor allem bei dem Preis.
Da ich selbst Hersteller sowohl von Drachen-Trikes wie Motorschirm-Trikes bin rate ich Dir vom Xcitor ab! Nicht weil es ein Konkurrenzgerät ist sondern weil ich der Meinung bin, jedes Gerät dafür, was man dann damit auch machen will. Wenn Du auch mal weiter weg fliegen willst, dann hast Du für den Xcitor soviel ausgegeben wie für ein Drachentrike, bist aber langsam wie eine Schildkröte!
Das rechtfertigt dann nicht mehr diesen hohen Preis.
Und genau das solltest Du Dir überlegen!!!
Wir bieten z.B. ein Drachentrike an, was auch zerlegbar - und der Hangarplatz somit passè ist. Unsere Motorschirmtrikes sind allesamt zerlegbar.

Gruß Ingo

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »ul_bau« (30. September 2008, 20:24)


4

Dienstag, 30. September 2008, 21:20

Danke Ingo für deinen Hinweis.

Mir wurde mal gesagt das man normale Trikes nicht so oft zerlegen sollte. Was hällst Du von dieser Aussage?

Gruss

Chris

5

Dienstag, 30. September 2008, 21:32

Das ist Unsinn! Wenn Du mit Deinem Gerät pfleglich umgehst, kannst Du es genauso oft zerlegen (Auf- und Abbau hört sich besser an und ist auch richtiger)
Es kommt nur darauf an,ob Du Lust dazu hast?! Ich bin da absolut faul, weil ja die Fläche schon ca. eine halbe bis dreiviertel Stunde zum Auf- bzw. Abbau benötigt. Dann kommt noch die Rettung drauf, das Trike selbst mit etwa 15 min, also rechne für den Aufbau etwa anderthalb Stunden und ebenso für den Abbau.
Bei unserem Micropfeil haben wir deshalb die Fläche drehbar gestaltet! So kann man sich bequem bei einem Bauern einmieten, für wenig Geld.

Gruß Ingo

6

Mittwoch, 1. Oktober 2008, 20:53

Drachen oder Schirm?

Hallo Chris,

als überzeugter Trikeflieger finde ich auch Motorschirme recht interessant.
Aufgrund der geringen Geschwindigkeit, der im Vergleich zum Drachen-Trike hohen Empfindlichkeit bei Turbolenzen oder größeren Windgeschwindigkeiten finde ich ein Motorschirm aufgrund der Einfachheit ideal geeignet um Abends nach der Arbeit ne kleine Runde durch die Nachbarschaft zu fliegen, oder auch beim Strandurlaub mit der Gattin nicht komplett auf die Fliegerei verzichten zu müssen.

Ein "Schirm-Trike" ist für mich weder "Fisch noch Fleisch"
Dann würde ich Dir auf jeden Fall zum Drachen-Trike raten. Das Aufbauen der Fläche ist halb so wild. Wenn Du da ein wenig Übung hast ist das ohne Stress in einer halben Stunde erledigt.

@Ingo: Wie hoch ist überhaupt der Geschwindigkeitsbereich von Deinem Trike?

Gruß
Michael
  Always Happy Landings

  Michael Paul


7

Mittwoch, 1. Oktober 2008, 21:07

RE: Drachen oder Schirm?

Hallo Michael,
[BLINK]"Ein "Schirm-Trike" ist für mich weder "Fisch noch Fleisch" [/BLINK]
Nicht unbedingt, es kommt wie gesagt darauf an, was man machen will. Auf jeden Fall ist es angenehmer mit einem Drachentrike Strecke zu fliegen und dabei auch Entfernungen zu schaffen als mit einem Moschi - Trike! Aber das ganze niemals für den Preis für einen Xcitor.

[BLINK]"Ingo: Wie hoch ist überhaupt der Geschwindigkeitsbereich von Deinem Trike?"[/BLINK]

Schau mal hier:
http://www.ul-flugzeugbau-quander.de/tec…il%20trike.html

und hier:

http://www.ul-flugzeugbau-quander.de/tec…il%20trike.html

Gruß Ingo

8

Mittwoch, 1. Oktober 2008, 21:56

Hallo ihr Zwei,

also so wie ich das lese ist die Tendenz eher richtung Drachen Trike da dieser Felxibler ist.
Wobei ein Motorschirm für zwischen durch, eine alternative wäre. Jedoch die Sache mit dem Wind nicht zu unterschätzen ist.

Ich habe bei mir in der Nähe jemanden gefunden der eine Außenlandegenehmigung hat, den wollte ich mal anfrage ob ich da bei ihm mit einsteigen dürfte. Sollte doch kein Problem sein oder?

Sagt mal gibt es eigentlich eine Zeitschrift über Trikes?

Gruss

Chris

P.s. @Ingo was dürfte ein gebrauchter Micropfeil kosten?

9

Donnerstag, 2. Oktober 2008, 23:09

Hallo Chris,
naja flexibler ist nicht das richtige Wort. Wie gesagt, es kommt darauf an was und vor allem wie oft Du das machen willst. Willst Du Strecken fliegen und viele Plätze anfliegen, eignet sich ein Trike zweifelsohne besser. Willst Du jedoch nur den gelegentlichen Flugspass, evtl. noch alleine ist ein Motorschirmtrike die kostengünstigere Variante - auch im Hinblick auf den Aufbau und die Unterbringung.

Da Du offensichtlich noch reltiv unerfahren auf dem UL - Gebiet bist, hier meine Darlegung zu den einzelnen UL - Klassifizierungen:

Am unempfindlichsten sind die Tragschrauber (Gyrocopter)! Da diese Geräte keine Fläche an sich haben, sondern sich lediglich die Rotorblätter in der anströmenden Luft befinden und flugphysikalisch auch nur jeweils ein Blatt (weil das jeweils andere Blatt sich im Abwind befindet) hat die Thermik und auch die Windverhältnisse wenig Angriffsfläche! Das heißt, diese UL`s fliegen immer dann noch sicher, wenn alle anderen bereits am Boden sind.
Ein Dreiachser (aerodynamisch gesteuertes UL) fliegt auch bei stärkerer Thermik und Wind immer noch sicher, wenn Trikes, Minimums und Motorschirme bereits am Boden sind. Das liegt daran, dass das Gewichts/Leistungsverhältnis größtenteils höher ist als bei den drei Vorgenannten und andererseits die Steuerung über die Ruder leichter und wirkungsvoller möglich sind. Dafür kann widerum ein Dreiachser in`s Trudeln geraten, was bei den anderen Systemen nicht der Fall ist! Somit sind die anderen Systeme logischerweise auch sicherer!!!
Die empfindlichsten sind, bedingt durch das geringe Gewichts/Leistungsverhältnis, die Minimumsysteme und Motorschirme.

Wenn ich es mal zusammenfasse, ergibt das folgendes:

Zuerst bleiben (betreffend die Wetterverhältnisse und bezogen auf das Gewichts/Leistungsverhältnis) die Motorschirme, Motorschirmtrikes und Minimumsysteme am Boden.
Wird das Wetter bedenklicher folgen die Trikes, danach die Dreiachser und erst zum Schluss die Tragschrauber.

Unterscheiden muss man dann diese Geräte natürlich im Preis - logisch.
Nun kommt`s wie gesagt darauf an, was willst Du? Wenn Du öfter mal weitere Strecken zurücklegen willst, evtl. noch doppelsitzig, dürfte da ein Motorschirmtrike nicht in Frage kommen oder? Und schon gar nicht zum Preis eines Xcitors!

Die Frage eines "einsteigens" stellt sich eher nicht wenn man bedenkt, das der Flugplatzzwang für Fluggeräte unter 120 kg ohnehin fallen wird! Damit brauchst Du dann auch keine "Außenlandegenehmigung" mehr.

Gruß Ingo

10

Freitag, 3. Oktober 2008, 08:22

Die Qual der Wahl

Hallo,

Der Erklärung von Ingo gibt es eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.
Einen nicht zu unterschätzenden Punkt bei der Auswahl des Luftsportgerätes gibt es allerdings noch.
Wenn auf Deinem Heimatflugplatz nur schnelle Dreiachser fliegen, wirst Du mit deinem Schirm, Trike oder Minimum wohl alleine auf die Reise gehen müssen.
Ich selber bin viele Jahre mit dem "Minimum" also einem "Leichten Luftsportgerät" unterwegs gewesen. Das Gerät war leider ziemlich langsam, und es gab nur wenig gleichgesinnte.
Einzigst weil ich nicht mehr alleine auf Strecke fliegen wollte, habe ich mir ein Doppelsitziges Trike zugelegt. Mein "Leichtes UL" besitze ich immer noch, und wenn in Zukunft hierfür der Flugplatzzwang entfällt werde ich aus dem Garten starten können :-)
Verabrede dich doch mal mit Ingo, das er sehr viel Wert auf gute Kundenberatung legt, merkt man ja an seinen ausführlichen Schilderungen hier im Forum.


Gruß
Michael
  Always Happy Landings

  Michael Paul


11

Freitag, 3. Oktober 2008, 14:39

RE: Die Qual der Wahl

Hallo Michael,
danke für Deine Einschätzung.
Ja, eine gute Kundenberatung ist das a und o denke ich! Leider sind heutzutage bereits die Zuliefererpreise derart hoch, das die UL´s am Ende so teuer sind. Da wäre es geradezu schändlich einen Interessenten/Kunden nicht oder falsch zu beraten!!!
Wer nur darauf aus ist "viel Geld" zu verdienen und das noch möglichst schnell, wird bald gar keine Kunden mehr haben! Einem Hersteller sollte vor allem daran gelegen sein , zufriedene Kunden zu haben. Und darauf legen wir höchsten Wert! Wie würde sonst jemand reagieren, wenn ihm ein möglichst teures UL "angedreht" würde und er letztenendes merkt, das eine preiswertere Lösung die Richtigere für ihn/sie gewesen wäre? Das führt unweigerlich - und natürlich auch ganz logisch - zum Unmut. Muss das sein? Ganz klar dazu ein NEIN!

Hierzu ein Beispiel aus underer Beratungspraxis:
Vor kurzem interessierte sich ein Kunde für unseren Grasshopper.
Im Verlaufe der Beratung überlegte er, ob er sich nicht für das Micropfeil entscheiden sollte. Wir rieten ihm ab, obwohl das Micropfeil ja für einen viel höheren Umsatz gesorgt hätte!
Warum? Ganz einfach, nach den Vorgaben unseres Kunden, das er eine große aber niederige Garage mit anschließender Wiese besäße und er nur gelegentlich seinem Flugspass frönen möchte, wäre das Micropfeil für seine Zwecke zu aufwändig und zu teuer. Da seine Garage niedrig ist, wäre er ständig mit dem Auf- und Abrüsten konfrontiert gewesen, wenn er mal fliegen möchte. Somit wäre er auch weniger zum fliegen gekommen. Der logische Schluss wäre dann die Frage: "Warum hast Du mich nicht richtig beraten?"
Das heißt, das für ihn der Kosten/Nutzenaufwand zu hoch wäre und sein persönlicher Nutzen dann in keinem Verhältnis stünde!
Anders verhält es sich bei dem Grasshopper und seinem geringeren Preis! Es passt prima in seine Garage ohne Auf- und Abrüstzeit, ist für ihn preiwerter und steht damit im Einklang zu seinem Kosten/Nutzenaufwand.
Und hier sollte nicht das hauptsächliche Interesse der Herstellerfirma, sondern des Kunden im Vordergrund stehen!

Das meinen wir damit, wenn wir sagen: Man muss immer vorher überlegen, was man mit seinem Gerät machen möchte und wie oft. Erst danach kann man die individuell richtige Wahl für sein eigenes Fluggerät und den daran geknüpften Bedürfnissen treffen!

Gruß Ingo

12

Freitag, 3. Oktober 2008, 23:58

Hallo Ingo,
also für mich muss sich das fliegen recht einfach gestalten. Wenn die Geschichte mit dem einen und seiner Ausenlandegenemigung positiv Endet, dann möchte ich eigentlich erst mal klein einsteigen da ich jetzt nicht so viel Geld (Laufende Kosten) dafür ausgeben will.(Wir wollen unsere Wohnung etwas ausbauen).
Entgültig möchte ich eigentlich mit einem zweisitzer Trike größere Strecken fliegen evtl. auch z.B. nach Österreich.

Ach was bedeutet eigentlich wenn der Flugplatzzwang wegfällt?
Kann ich dann (Fluggerät kleiner als 120KG z.B. Grasshopper) mehr oder weniger auf jeder Wiese starten und landen?

Vielen Dank

Gruss
Chris

13

Samstag, 4. Oktober 2008, 13:22

Hallo zusammen,

da ich schon beides geflogen bin (Gleitschirmtrike und nun Drachentrike) möchte ich auch meinen "Senf" dazugeben...,

Vielleicht sollte ich zuerst erwähnen, dass auch ich vor einigen Jahren als Drachenflieger mit einem Schwarze Minimum mit der UL-Fliegerei begonnen habe. Das hat mir wirklich viel Spaß gemacht, da war Fliegen noch ein richtiges Abenteuer... ;)

Da ich zwischenzeitlich auch mit dem Gleitschirmfliegen angefangen habe, habe ich irgendwann dann die Einweisung auf Motorschirm gemacht und mit einen Motorschirm zugelegt. Die Fliegerei damit war schon eine lustige Sache..... abends nach Feierabend mal schnell eine Runde ums Dorf drehen, war kein Problem. Nur irgendwann wird das dann langweilig, da man wegen der geringen Geschwindigkeit nur einen recht beschränkten Aktionsradius hat. Aus gesundheitlichen Gründen (Rückenprobleme) habe ich mir dann ein einsitziges Gleitschirmtrike zugelegt. Das hatte zwar den Vorteil, dass man sitzend/rollend starten und landen kann, viel schneller war es aber auch nicht... Und außerdem fliegt es bei Thermik und böigen Wetterverhältnissen genauso schaukelig und unruhig wie ein normaler Motorschirm. Hier sehe ich (als Drachenflieger) auch den wesentlichen Nachteil der Gleitschirmtrikes: die Schirme sind halt nicht so stabil wie eine Drachenfläche, haben weniger Geschwindigkeitsreserven und sind somit nur bei relativ ruhigen Wetterbedingungen angenehm zu fliegen (es sei denn, mann ist "Hardcore"-Gleitschirmflieger). Neuere Schirme mit speziellen Profilen (Reflex-Rrofil) fliegen zwar inzwischen recht schnell (50-60km/h airspeed sind keine Seltenheit), sind aber immer noch recht wind- und wetterabhängig...

Da mich die Schaukelei unter dem Schirm und die bescheidene Reichweite irgendwann immer mehr nervten, habe ich mir dann wieder eine Drachenfläche an einem Powertrike Light zugelegt. Dieses gehört auch in die Klasse der leichten Luftsportgeräte (<120kg), ist problemlos alleine auf- und abrüstbar und bequem auf einem kleinen Hänger zu transportieren. Außerdem genießt man damit alle Vorteile der "leichten Luftsportgeräte", d.h. keine Medicalpflicht, keine Scheinverlängerung und keine Zulassungspflicht. Kleiner Nachteil dieser Geräte ist halt, dass man auch relativ langsam unterwegs ist (Reisgeschwindigkeit ca. 50-60km/h, Vmax ca 70-75 km/h) und dass die Steigleistung wegen des vergleichsweise geringen Leistung des kleinen Motors (1 Zylinder Hirth F33) auch nicht so toll ist. Aber man kann damit viel Spaß haben und hat, gerade für den Einstieg ein kostengünstiges, einfach zu fliegendes Gerät (das vor allem eine stabile Drachenfläche hat).

Da ich seit letztem Jahr einen Hallenplatz habe und auch gerne mal doppelsitzig fliegen möchte, habe ich des Light-Trike im Sommer verkauft und mir ein gebrauchtes Viper - Trike mit Rotax 462 und Hazard - Fläche zugelegt. Überrascht hat mich dabei vor allem die stabile Bauweise und das hohe Gewicht der Fläche. Dies vermittelt aber auch ein Gefühl von Robustheit und Sicherheit. Derzeit richte ich das Trike etwas her (es müssen ein paar Gummielemente ausgetauscht und alle mal ordentlich durchgecheckt werden) und freue mich schon auf die ersten Flüge damit.

Wenn ich Drachentrikes mit Gleitschirmtrikes vergleiche, dann ist für mich neben den beschriebenen Unterschieden beim Fliegen und im Flugverhalten vor allem der Aufwand für Auf- und Abbau sowie Transport der entscheidende Punkt. Hier haben die Gleitschirmtrikes auf jeden Fall große Vorteile, denn ein Schirm ist immer einfacher zu transportieren und schneller ausgelegt als eine Drachenfläche. Hätte ich nicht den o.g. Hallenplatz bekommen können, hätte ich mir ein "normalschweres" Trike niemals gekauft, denn jedes Mal eine knapp 50kg schwere Fläche auf- und abzubauen halte ich auf die Dauer nicht für praktikabel. Dann wäre ich beim Light - Trike geblieben oder hätte mir vielleicht doch wieder ein (dann doppelsitziges) Gleitschirmtrike gekauft.

Es kommt halt sehr auf die Rahmenbedingungen und die persönlichen Vorlieben und Erwartungen an. Hat man keinen Hallenplatz und möchte ohnehin nur abends bei ruhigen Bedingungen eine Runde spazieren fliegen, dann kann ein Gleitschirmtrike durchaus eine sinnvolle Lösung sein. Möchte man aber auch mal bei mehr Wind und etwas weitere Strecken fliegen, dann kommt man wohl um ein Drachentrike nicht herum.

Soweit meine Erfahrungen und meine Meinung zu diesem Thema. Sorry, der Beitrag ist doch etwas länger geworden, hoffentlich habe ich niemanden gelangweilt..

Beste Grüße
Peter
*** Fliegen macht Spaß, egal womit ***

14

Samstag, 4. Oktober 2008, 20:54

Hallo Chris,
"Ach was bedeutet eigentlich wenn der Flugplatzzwang wegfällt?
Kann ich dann (Fluggerät kleiner als 120KG z.B. Grasshopper) mehr oder weniger auf jeder Wiese starten und landen?"

So ist es! Der Flugplatzzwang soll eben genau aus dem Grunde wegfallen, damit die langsamen UL`s den Flugbetrieb auf den Flugplätzen nicht stören!
Derzeit laufen dazu Erprobungsprogramme. Ist für die Klasse bis 120 kg der Flugplatzzwang gefallen, darfst Du mit der Genehmigung des jeweiligen Eigentümers der Wiese überall starten und landen!
Dazu kommt das Du kein Medical mehr brauchst (Ersparnis von 85 - 120 € alle zwei Jahre); die Jahresnachprüfung in Eigenregie durchführen darfst (Ersparnis von 150 - 200 € jährlich, aber ein Protokoll ist anzufertigen und abzuheften); in 5 Jahren, bezogen auf die letzten 24 Monate, keine 12 Flugstunden nachweisen musst zum Zwecke Deiner Scheinverlängerung; die Landegebühren ersparst und ggf. die Hangargebühren sparen kannst, bzw. durch ein Unterstellen in der Scheune eines Bauern sehr viel günstiger hast. (falls Dir Auf- und Abrüsten zu viel ist)
Bei Dir beispielsweise, und Deinen anstehenden Kosten, würde ich nur zum Grasshopper raten! Übrigens fliegt er sich wie ein Rucksackmotor, wegen des geringen Gewichts Du fliegst aber ohne die lästigen Strapazen des Fußstartes als Trike.
Sollten Dich die Flugeigenschaften mehr interessieren, kannst Du hier den Testbericht lesen oder herunterladen:

http://www.ul-flugzeugbau-quander.de/dow…Grasshopper.pdf

Hallo Peter,
zu lang ist Dein Beitrag auf keinen Fall, dafür sehr schön und ausführlich erklärt! Da sind wir wieder bei der Sache: Was will ich mit meinem Gerät machen? und daraus resultiert dann die Entscheidung: Welches Gerät und in welcher Preisklasse ist das Richtige für mich?

Von der Fußstartfliegerei raten wir grundsätzlich ab! Wir hätten mit der Konstruktion von Rucksackmotoren eine Menge Geld verdienen können, sind aber der Meinung, das wir die Pflicht der Moral gegenüber unseren Mitmenschen haben: Wenn der eigene Körper zum Fahrwerk wird, kann das nicht gut sein! Und Du hast es ja selbst beschrieben:
" Aus gesundheitlichen Gründen (Rückenprobleme) habe ich mir dann ein einsitziges Gleitschirmtrike zugelegt."
Genau deshalb haben wir keine Rucksackmotoren im Programm!!!
Diese werden im Laufe der Zeit dadurch unweigerlich zu den Exoten gehören, deren sich dann nur noch "Hardliner" bedienen. Das ergibt sich einfach aus der Logik heraus!

Gruß Ingo

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »ul_bau« (4. Oktober 2008, 20:55)


15

Sonntag, 5. Oktober 2008, 23:23

Danke Peter für deinen Super Beitrag. Mit wieviel Jahren hast Du angefangen? Wie wird das eigentlich mit dem Tanken erledigt. Viele kleine oder Private Flugplätze haben doch gar keine Tankstelle. Bei einem 20l.Tank ist das kein Problem aber wenn man einen 40 oder gar 60l. Tank in seinem Trike eingebaut hat, wird das ja schon schwerer. Meines wissens darf man nur einen 20l. Ersatz Kanister im Auto mitführen oder?

@ Ingo: Das mit dem Flugplatzzwang, wie lange soll diese Erprobungsphase laufen? Da ich am Land Wohne wäre das Ideal. Es ist ja nicht so das ich alleine Fliegen will oder mich von Vereinsgebühren drücken möchte. Ich will auf jeden Fall in einen Verein die auch Ausflüge planen und in dem man auch Erfahrungen austauschen kann. Das macht doch die Sache so richtig interessant. Nur möchte ich nicht ewig mit dem Auto zum nächsten Flugplatz fahren sondern gleich die Strecke fliegen ;)
Das ist doch was wir alle wollen oder?

Den Testbericht hatte ich schon gelesen :P. Danke noch mal.
Bei Dir auf der HP steht ja nur der Preis für den Grasshopper. Was jedoch nicht reicht. Ich benötige dazu ja noch der Gleitschirm, Motor, Rettung usw.ich denke da werde ich bestimmt auch locker bei 5000€ sein. Für das Geld bekomme ich aber schon gebrauchte einsitzige Drachen Trikes.

Was ich noch wissen wollte, wie schwer/einfach ist eigentlich die Theoretische Prüfung für den Trike Schein?

Gibt’s nun eine Zeitschrift für Gleitschirm / Drachen Trikes?

Vielen Dank noch mal :)

16

Montag, 6. Oktober 2008, 00:06

Hallo Chris,
wie lange die Erprobungsprogramme laufen weis ich leider auch nicht. Ich kann Dir aber schon mal soviel sagen, das fast alle bereits von der Wiese starten und auch landen. Selbstverständlich ist es genau das, was wir alle wollen - schon allein wegen der enormen Kostenersparnis!
"Für das Geld bekomme ich aber schon gebrauchte einsitzige Drachen Trikes."
Naja, aber was Du dafür bekommst ist oft Schrott, bzw. - und das sagt Dir keiner - musst Du noch eine Menge Geld reinstecken! Am Ende merkst Du, das Du eigentlich kaum eine Ersparnis hattest.
Der Grasshopperpreis ist deshalb nur aufgeführt, weil es ja sozusagen eine Zusatzausrüstung für die Rucksackmotoren ist, damit ein Rucksackmotorbesitzer sich nicht für ein völlig neues System entscheiden muss, was noch dazu sehr teuer wäre. Du bekommst bereits für 3.000,00 - 3.500,00€ schon gute gebrauchte Rucksackmotoren mit Schirm.
Wie gesagt, neu ist eben neu und bringt die meißte Freude und Sicherheit!
"Was ich noch wissen wollte, wie schwer/einfach ist eigentlich die Theoretische Prüfung für den Trike Schein?"
Vergleichbar mit dem Führerschein. Reine lernsache, aber relativ leicht zu erlernen.
"Gibt’s nun eine Zeitschrift für Gleitschirm / Drachen Trikes?"
Ja gibt es! Hier einige Links dazu;

1. Gleitschirm Magazin
http://www.gleitschirm-magazin.com/artic…?id_article=414

2. Fly and Glide (früher hieß es Drachenfliegernagazin)
http://www.flyandglide.de

3. Flügel - Das Magazin
http://www.flying-pages.com/fluegel/new/index.html

4. DULV - Info (erhältlich allerdings nur für DULV Mitglieder)
http://www.dulv.de/

Gruß Ingo

17

Montag, 6. Oktober 2008, 00:08

Guten Abend Chris,

mit wieviel Jahren ich angefangen habe? Mh, weiß ich nicht mehr so richtig... Mit dem Drachenfliegen habe ich 1986/87 angefangen, da war ich so um die 28... und den UL-Schein mit dem Minimum habe ich 1994 gemacht, wenn ich mich richtig erinnere... Ist auf jeden Fall schon was her und seit dem habe ich schon einige Möglichkeiten des motorisierten Fliegens ausprobiert... ;)

Was das Tanken angeht so tanke ich normalerweise aus dem Kanister. Dann kann ich wenigsten zu Hause schon mal in Ruhe mein Zweitakt-Gemisch mischen und weiß genau, was ich tanke... Bezüglich der maximal zulässigen Benzinmenge in Kanistern habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Aber wer soll einen da auch kontrollieren?

Ich habe mir bei ebay für wenig Geld 3 Kanister a 20L ersteigert, die reichen normalerweise aus. In mein "neues" Trike passen maximal 46 Liter rein, da komme ich normalerweise mit 2 Kanistern hin. Betanken tue ich übrigens mit einem sogenannten "Schlackerschlauch". Das ist ein Schlauch, der an einem Ende eine Art Ventil mit einer Kugel hat. Dieses Ende wird in den Kanister getaucht und dann auf- und ab bewegt, so dass sich der Schlauch mit Benzin füllt und dieses dann in den Triketank fließt (sofern dieser tiefer liegt als der Kanister ;) ). Gibt`s auch bei ebay...

Bezüglich des Wegfalls des Flugplatzzwangs würde ich mir mal nicht all zu große Hoffnungen machen. Das von Ingo erwähnte Erprobungsprogramm bezieht sich m.E. derzeit nur auf Motorschirme und auch nur auf eine Vereinfachung des Zulassungsverfahrens für eine eigene Wiese, (noch) nicht auf den völligen Wegfall des Flugplatzzwangs. Man muss also seine Wiese immer noch "zulassen" bzw. beim RP anmelden, nur das Verfahren soll einfacher werden. Ob daraus dann mal ein reguläres Gesetzt wird, bleibt abzuwarten.

Aber wie es auch sei, wenn Du eine schöne Wiese in der Nähe hast, ist es auch durchaus schon jetzt möglich, diese offiziell zuzulassen. Die Anforderungen an eine solche Wiese kannst Du auf der Homepage des DULV herunter laden.

Gruß Peter
*** Fliegen macht Spaß, egal womit ***

18

Montag, 6. Oktober 2008, 00:23

Hallo Peter,
da muss ich Dir leider widersprechen!!! Wenn sich die Sache nur auf die eigene Wiese beziehen würde, könnte man sich die Erprobungsprogramme "knicken", denn diese Variante gibts nämlich schon ewig. Auch beziht es sich nicht "Nur auf die Motorschirme" sondern auf die komplette Klasse bis 120 kg!!!
Sofern Dein Gerät nicht schwerer ist als die 120 kg und der Motor nicht fest mit dem Gerät verbunden ist, spielt es überhaupt keine Rolle, ob es sich um ein Moschi, Trike, Gyro, Dreiachser oder sonst was handelt!
Das ist wieder das Problem der Sch... deutschen Beamtensprache! Viel hochtrabendes "Geschreibsel" aber ungenau, und so wird es dann auch sehr unterschiedlich gedeutet.
Dabei kommt dann heraus, das der eine das so und der andere wieder ganz anders versteht. Ich wäre auch dafür das man es einfacher und unmissverständlich ausdrückt, oder die "Macher" davon mit ihren eigenen fetten Wälzern erschlägt damit sie es begreifen.

Gruß Ingo

19

Montag, 6. Oktober 2008, 07:52

Guten Morgen,

na ja also das mit dem Flugplatzzwang müssen wir noch abwarten. Hoffentlich endet es Positiv :] und so wie es Ingo beschreibt. Dabei hätten wir die größte Freiheit.

Danke Ingo für die Links. Muss mal zum Bahnhof dort haben die eine große Zeitschriften auswahl. Das mit dem richtigen Fluggerät werde ich abhängig machen ob ich mich mit dem noch Unbekannten mit Aussenlandegenemigung einigen kann oder nicht ?(
Na ja mal schaun.

@Peter na ja dann bin ich ja mit meinen 28 ja noch genau auf dem richtigen Weg ;). Fliegst Du eigentlich auch mal ins oder im Aussland, bzw. über mehrere Tage größere Strecken? Das mit der Aktuellen Wiesen genemigung habe ich schon bei der DULV gelesen ist ein ganz schöner Akt.

Schönen Tag noch
Chris

20

Montag, 6. Oktober 2008, 09:13

Zitat

Original von ul_bau
Hallo Peter,
da muss ich Dir leider widersprechen!!! Wenn sich die Sache nur auf die eigene Wiese beziehen würde, könnte man sich die Erprobungsprogramme "knicken", denn diese Variante gibts nämlich schon ewig. Auch beziht es sich nicht "Nur auf die Motorschirme" sondern auf die komplette Klasse bis 120 kg!!!
Sofern Dein Gerät nicht schwerer ist als die 120 kg und der Motor nicht fest mit dem Gerät verbunden ist, spielt es überhaupt keine Rolle, ob es sich um ein Moschi, Trike, Gyro, Dreiachser oder sonst was handelt!....


Guten Morgen Ingo,

woher hast Du diese Informationen? Ich kenne nur das Erprobungsprogramm, dass der DULV initiert hat (siehe http://www.dulv.de/nws/dulv1.php?id=39&cat=60 ) und darin wird nur auf Motorschirme Bezug genommen. Selbst fußstartfährige Motordrachen (z.B. Drachen mit Motorgurten) werden nicht erwähnt, und erst recht keine Trikes oder Dreiachser. Außerdem muss jeder Teilnehmer an dem Erprobungsprogramm eine spezielle Weiterbildung absolvieren...

Vom "Wegfall des Flugplatzzwangs" ist dieses Programm auf jeden Fall noch weit entfernt, aber es ist sicher schon mal ein erster Schritt in die richtige Richtung... Die neue Regelung wird sich m.E. ohnehin primär auf "fußstartfähige" leichte Luftsprotgeräte beziehen. Trikes bilden da schon den Grenzfall. Wie Du treffend schreibst, darf der Motor nicht fest mir dem Gerät verbunden sein. Wie will man das z.B. bei einem Dreiachser realisieren? Selbst beim Powertrike Light ist der Motor mit dem Gestell verschraubt, so wie bei vielen Gleitschirmtrikes auch. Genau genommen dürften man solche Geräte nicht zu der Klasse der leichten Luftsportgeräte rechnen, selbst wenn sie leichter wie 120 kg sind... Meiner Meinung nach fehlen da noch ein paar genauere Definitionen und Regelungen. Derzeit gibt es da eine recht große Grauzone.

Aber warten wir mal ab, wenn die Erprobungsprogramme mal abgeschlossen sind und daraus allgemeingültige Gesetze werden. Vielleicht komme ich ja dann wieder auf den Motorschirm zurück... ;)

@Chris: Auslandsflüge oder längere Touren habe ich leider noch keine gemacht, dazu fehlt mir momentan etwas die Zeit (habe auch noch Familie und Beruf). Solche Sachen habe ich mir aber spätestens für die Zeit als Rentner vorgenommen... ;)


Gruß Peter
*** Fliegen macht Spaß, egal womit ***

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sunset-Flyer« (6. Oktober 2008, 09:16)


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